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Tageseinrichtungen als zertifizierte Familienzentren NRW

Die Kindertagestätten der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland verstehen sich als Bildungseinrichtungen und als Begegnungsstätten für Familien. Sieben Einrichtungen der Ev. Jugendhilfe sind zertifizierte Familienzentren NRW.

Warum Familienzentren?

Eltern und Kinder brauchen in wachsendem Maße Unterstützung bei der Bewältigung der an sie gestellten Anforderungen. Dazu gehört vor allem eine kontinuierliche Förderung in den frühen Lebensjahren. Hier werden die zentralen Weichen für die Lebensqualität und den Bildungserfolg der Kinder gestellt. Wenn sich Probleme in der Kindesentwicklung anbahnen oder auch ein anderer Bedarf in der Familie entsteht, müssen Eltern so früh wie möglich die erforderliche Hilfe und Unterstützung erhalten.

Aufgabe eines Familienzentrums

ist es, Ansprechpartner für die Familien in ihren unterschiedlichen Lebenssituationen zu sein. Bei Bedarf muss es Rat und Unterstützung bieten oder diese von außen organisieren. Hierfür ist es gut vernetzt mit sozialen und anderen lokalen Einrichtungen der Familienberatung, wie:

  • Familienberatungsstellen
  • Familienbildungsstätten
  • Allgemeiner Sozialer Dienstes des Jugendamtes
  • Familienpflegedienste
  • Vermittlungsstellen für Kindertagespflege
  • Selbsthilfeorganisationen

Sie alle sollen frühe Beratung, Information und Hilfe in allen Lebensphasen ermöglichen, entsprechende Angebote leichter zugänglich machen und Eltern bei der Wahrnehmung ihrer Bildungs- und Erziehungsaufgaben unterstützen. Das Familienzentrum stellt hierfür Räume zur Verfügung, stimmt die vorhandenen Angebote aufeinander ab, identifiziert Bedarfslücken und übernimmt eine Vermittlungsfunktion zwischen der Familie und den Einrichtungen.

Ausgangspunkt für Bildungsangebote ist der erkennbare Bedarf.

Warum Kindertageseinrichtungen?

Kindertageseinrichtungen sind besonders geeignet, über Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern hinaus auch als Orte der Familienförderung zu wirken. Sie sind i. d. R. wohnortnah und erfahren eine große Akzeptanz von Eltern. Hier können Eltern angesprochen werden und - wenn erforderlich - frühzeitig Hilfe erfahren. Tageseinrichtungen für Kinder werden auf diese Weise Knotenpunkte in einem neuen Netzwerk, das Familien umfassend berät und unterstützt.

Was sollen Familienzentren anbieten?

Das Familienzentrum selbst bietet vielfältige Angebote für alle Familien aus dem Sozialraum an. Dazu gehören z. B.

  • Austausch und Begegnung (z.B. Eltern-Café)
  • Beratung bei Erziehungs-, Ehe- sowie Familienproblemen, bei Schwangerschaftskonflikten oder bei Fragen der Gesundheit (Sucht, psychische Erkrankungen)
  • Vermittlung an spezifische Beratungsstellen (z.B. Schuldnerberatung)
  • Eltern- und Familienbildung (thematische Elternabende, Mutter-Kind-Gruppen, Eltern-Kind-Kochkurse etc.)
  • Unterstützung von Eltern bei der Erziehungskompetenz (Elternschule/Elterntraining)
  • Sprachkurse (z.B. Mama lernt Deutsch)
  • Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist immer wieder ein zentrales Thema in Familien - auch hier kann das Familienzentrum Hilfestellung geben
  • in Kooperation mit Jobcentern können arbeitsmarktorientierte Angebote gefunden werden.

So kann das Familienzentrum schließlich auch zu einem Ort der Begegnung im Stadtteil und zwischen den Generationen werden.

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