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Münsterlandzeitung, 27.06.2012

Mit neuen Freunden die fremde Sprache lernen

Unterstützung für bulgarische Jugendliche


Abschlussfest im Schülercafe: Die Jugendlichen, Eltern, Freunde (und von links) Philipp Winhuysen, Franziska Lengers, Barbara Beradis und Sandra Garming. MLZ-Foto privat

Stadtlohn. Sie kommen als Seiteneinsteiger in die Schulen, wegen fehlender Sprachkenntnisse haben sie Probleme im Unterricht: Kinder und Jugendliche aus Bulgarien. Seit einem Jahr kämen sie vermehrt nach Stadtlohn, schreiben die Initiatoren des Projektes "Gemeinsam lernen". Dieses ist von den Kooperationspartnern Jugendmigrationsdienst Gronau (Franziska Lengers), Losbergschule (Sandra Garming) und dem Jugendwerk Stadtlohn (Philipp Winhuysen und Barbara Berardis) in Zusammenarbeit mit dem Kreis Borken ins Leben gerufen worden.

Es war ein Projekt zur Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse ist für die bulgarischen Schüler der Einstieg in den regulären Unterricht mit vielen

Schwierigkeiten verbunden. Sie benötigen intensive Unterstützung, um schnell Deutsch zu lernen. Obwohl sie sehr interessiert und motiviert sind, haben sie ohne Unterstützung geringe Chancen, einen Schulabschluss zu schaffen. Sie wissen oft nicht, wo es Angebote und Hilfen gibt.

Wichtiger Baustein
Da die Sprachförderung ein wichtiger Baustein ist, wurde das Projekt als eine erste mögliche Hilfe angegangen. Nach einem erfolgreichen Elternabend in der Losbergschule haben die Jugendlichen seit Januar zusammen mit deutschen Jugendlichen Stadtlohn und den Kreis Borken kennen gelernt.

Durch die enge Zusammenarbeit mit Stadtlohner Jugendlichen vertieften sie spielerisch die deutsche Sprache. Zusätzlich gab es niederschwellige Sprachförderung. Zu den weiteren Aktionen, die einmal die Woche stattgefunden haben, zählte der Besuch des Rathauses, Kennenlernen der Sportvereine und anderer Freizeitmöglichkeiten in Stadtlohn, sowie die Fahrt zum Kreishaus nach Borken und die Teilnahme beim Dragon-Boot Cup am Pröbstingsee.

Über den Tellerrand
"Über den Tellerrand zu schauen war uns ein wichtiges Anliegen", so Franziska Lengers. Die Jugendlichen wüssten nun, wo sie Hilfe und Unterstützung bekämen und wie sie sich selbständig in Stadtlohn und Umgebung bewegen könnten. Den Abschluss des Projektes feierten die Beteiligten mit einem Fest.

Jugendmigrationsdienst Gronau