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Inklusion * Kita „Il Nido“

 

Inklusive Reggio-Pädagogik als besonderer Schwerpunkt

Unser inklusiver Ansatz geht davon aus, dass alle Kinder, unabhängig von ihren individuellen Stärken und Schwächen, ein Recht haben, gemeinsam zu leben und voneinander zu lernen. Eine einfache Einteilung in Kinder mit und ohne Behinderung wird überwunden. Stattdessen wird die Unterschiedlichkeit aller Kinder als Bereicherung gesehen und akzeptiert.

Heilpädagogische Betreuung

Unsere Additive Kita IL NIDO ist eine heilpädagogische Kindertageseinrichtung nach dem SGB XII (Sozialhilfe). Wir bieten für acht Kinder mit Behinderungen einen Betreuungsplatz.
Im Zuge der Inklusion wurde trägerseits die Entscheidung für die additiv geführte Kita getroffen mit dem Ziel, die Kinder mit Behinderung bestmöglich zu integrieren und optimal zu unterstützen und zu begleiten.
In zwei additiven Gruppen werden Kinder mit Behinderungen und Kinder aus Regelgruppen gemeinsam gefördert. Die Gruppengröße der additiven Gruppen beträgt jeweils 15 Kinder, davon 4 Kinder mit heilpädagogischem Förderbedarf.
In unseren beiden additiven Gruppen arbeiten neben einer Gruppenleitung eine Heil- oder Sozialpädagogin und eine Ergänzungskraft. Jahrespraktikanten unterstützen die pädagogischen Fachkräfte in der Gruppenarbeit.
Die Kinder mit Handicap werden bei uns teilstationär betreut, d.h. sie sind auch zum Mittagessen bei uns in der Kita. Die Betreuungszeiten für die heilpädagogischen Plätze sind montags bis freitags von 8.30 bis 14.30 Uhr.
Bei entsprechendem Bedarf ist aber auch eine Betreuungszeit von 45 Stunden wöchentlich möglich. Dieses würde der LWL auf Antrag entscheiden.

Auch die Kinder ohne Behinderung profitieren
von der gemeinsamen Betreuung. Sie erlernen ein besonders gutes Sozialverhalten, Rücksichtnahme und kindgemäße Hilfestellungen im täglichen Umgang miteinander. Wir vermitteln den Kindern wie wertvoll und zum Teil auch unerlässlich ihre Mithilfe im Umgang mit den behinderten Kindern ist.

Der Autor André Depuis „Auf dem Weg zu einer inklusiven Kindertagesstätte“ fasst Inklusion so zusammen:

  • Die Partizipation der Kinder (….) an Aktivitäten der Einrichtung erhöhen.
  • Alle Kinder, Jugendliche, Eltern und Mitarbeiter/innen in gleicher Weise wertschätzen.
  • Die Unterschiede zwischen den Kindern als Chancen für gemeinsames Spielen und Lernen sehen.
  • Das Recht der Kinder auf eine qualitativ gute Erziehung, Bildung und Betreuung anerkennen.
  • Verbesserungen für Mitarbeiter/innen ebenso wie für Kinder herbeiführen.
  • Die Barrieren für Spiel, Lernen und Partizipation für alle Kinder abbauen, nicht nur für jene mit Beeinträchtigungen.
  • Sowohl die Entwicklung der Gemeinschaft und Werte, als auch der Leistungen betonen. Die nachhaltigen Beziehungen zwischen den Einrichtungen und ihrem sozialen Umfeld fördern.
  • Begreifen, dass Inklusion in Bildungs- und Erziehungseinrichtungen der frühen Kindheit ein Aspekt von Inklusion in der gesamten Gesellschaft ist.

Therapeutische Förderung

Neben der heilpädagogischen Betreuung der Kinder mit Behinderung gehört eine therapeutische Förderung zum Konzept.

Individuelle medizinische Betreuung

Im Individualfall werden Kinder aufgrund ihrer Behinderung bzw. Grunderkrankung von einer Krankenschwester medizinisch betreut. Das bedeutet, dass die Krankenschwester das Kind im Kindergartenalltag begleitet und im Bedarfsfall die medizinisch-pflegerische Versorgung des Kindes übernimmt. Uns ist eine gute Absprache und ein gutes Miteinander zwischen dem pädagogischen Personal und dem Krankenpflegepersonal besonders wichtig. Diese Pflegekräfte sind über die Krankenkasse des Kindes bei einem Pflegedienst angestellt. Kindspezifische Therapeuten kommen zur Einzeltherapie in unsere Einrichtung. Die Kinder mit Behinderung bedürfen spezieller Hilfe und brauchen Förderung und Therapien.

Aufnahmeverfahren für einen heilpädagogischen Betreuungsplatz

Da die Familien aufgrund der Beeinträchtigung des Kindes meist im frühkindlichen Alter bereits Kontakt mit der Frühförderstelle haben, wird der Kontakt zu unserer Einrichtung häufig durch die Frühförderstelle hergestellt. Oft finden bereits Frühfördereinheiten statt und es wurde gegebenenfalls schon eine Diagnostik gestellt.

Das Aufnahmegespräch

In allen Fällen steht zunächst ein Aufnahmegespräch mit unserer heilpädagogischen Leitung an, bei dem über die Beeinträchtigung, die bereits diagnostizierte Behinderung oder den Entwicklungsstand des Kindes gesprochen wird. Eine erste Kontaktaufnahme zum Kind erfolgt dabei auch. Dieses Gespräch kann auch durch die Frühförderstelle begleitet werden. Wenn das Kind für einen heilpädagogischen Platz in Frage kommt, wird ein Aufnahmeantrag an den Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL) gestellt. Es erfolgt eine Meldung an das Gesundheitsamt in Rheine. Das Kind wird zu einem Besuchstermin in das Gesundheitsamt eingeladen. Durch den Amtsarzt wird eine gutachtliche Stellungnahme erstellt. Der LWL entscheidet über die Aufnahme des Kindes in die heilpädagogische Gruppe. Eine Kostenzusage sowie der Aufnahmetag werden durch den LWL mitgeteilt. Abschließend wird ein Betreuungsvertrag geschlossen.

In der Regel werden die Kinder bis zur Schulpflicht in unserer Einrichtung heilpädagogisch betreut.

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