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Inklusion oder: Es ist normal, verschieden zu sein!

Inklusion – das neue Wort für Integration?

Viele Eltern vorhergehender Jahrgänge kennen noch den Begriff: „Integration“ oder „Integrations-Kraft“, „Integrations-Kind“ etc. Bei der Integration ging es darum, Kinder mit einer Behinderung in die Kindertagesstätte zu integrieren – durch spezielle Förder- oder eben Integrationsangebote.
Doch, ob diese Kinder nun wirklich voll integriert waren…..?

Und was ist nun Inklusion?

Schon wieder so ein neues gesellschaftliches Leitwort? „Nein“, betont Dieter Katzenbach Erziehungswissenschaftler der Uni Frankfurt: „Es geht um tatsächlich gelebte Gerechtigkeit!“

Integration bedeutet Duldung * Inklusion ist Zugehörigkeit

Aber: „Inklusion kann nur gelingen, wenn Kompetenzen entdeckt, gefördert und anerkannt werden“, sagt Prof. Päd. u. Didakt. Kerstin Ziemen in ihrem Buch „Kompetenz für Inklusion“.

Jetzt mal ganz konkret, bitte

„Es ist einfacher, als es klingt“, sagt Armin v. Buttlar von der Aktion Mensch: „es geht darum, dass Menschen mit und ohne Behinderung gleichberechtigt in der Gesellschaft zusammenleben, dass niemand ausgeschlossen oder ausgegrenzt wird. Jeder kann seine individuellen Fähigkeiten einbringen und jeder wird ernst genommen – mit seinen Stärken und Schwächen.“
„Inklusion lässt sich nicht einfach verordnen. Sie hängt wesentlich auch von den Einstellungen, Erfahrungen und Vorurteilen ab. Es muss in den Köpfen noch viel passieren, bis wir die Andersheit von Menschen als Gleichheit erleben.
„Inklusion ist, wenn wir uns die Mühe machen, Menschen mit Behinderung mit ihren Stärken und nicht nur mit ihren Schwächen zu sehen“, sagt Barbara Fornefeld, Professorin für Rehabilitationswissenschaft an der Universität Köln.
„Inklusion ist ein Menschenrecht und die moderne Form von Gleichheit“, sagt Theresia Degener, Vorstandsmitglied im Un-Ausschuss

Inklusion ist kein Thema, sondern ein Menschenrecht!

Was genau bedeutet Inklusion im Kindergarten?

Genau, wie in der allgemeinen Definition von Armin v. Buttlar geht es darum, dass Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam und gleichberechtigt wahrgenommen, betreut und erzogen werden.
Geben wir unseren Kindern die Chance, von Anfang an gleichgesinnt mit ihren behinderten Spielkameraden aufzuwachsen. So dass gar nicht erst Barrieren oder Vorurteile und Berührungsängste in den Köpfen entstehen.
Behinderte wie auch nicht behinderte Kinder können gar nicht früh genug lernen:

Egal, wie ich bin, wie der andere ist – Jeder hat die gleichen Rechte!

Literatur und Filme die das Thema „Inklusion“ behandeln:
Film: Mein Weg nach Olympia v. Niko von Glasow
Film: Berg Fidel – eine Schule für alle, v. Hella Wenders, 2012, ein überzeugendes Plädoyer für Inklusion; DVD, ca. 17 €
Buch: Rico, Oskar und die Tieferschatten, Andreas Steinhöfel
Buch: Die Geschichte von Prinz Seltsam (Kinder mit Down Syndrom), Silke Schnee u. Heike Sistig, Neufeld-Verlag 14,90 € ab 3 Jahre
Buch: Thema Freunde: Einer für Alle – alle für Einen! Von Brigitte Weninger und Eve Tharlet, Minedition, 12,90 €; (mit DVD), ab 3 Jahre
Buch: Alle sind verschieden! Jutta Schöler ermutigt Eltern, Lehrer und Pädagogen, sich ihren Ängsten und Sorgen zu stellen
->und ihnen zu begegnen.-]

Buch: Kompetenz für Inklusion von Prof. Päd. u. Didakt. Kerstin Ziemen; alle Schulformen; Vandenhoeck & Ruprecht, 19,99 Euro

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