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„FRIEDENSBOTSCHAFT 1“ aus der Jugendwerkstatt Steinfurt

Pressemitteilung

Seit dem 20. August 2019 hatten sich zwei überdimensionale Friedenstauben (Höhe: ca. 2,20m) in Steinfurt niedergelassen. Die Eine nistete sich in Burgsteinfurt auf der Fußgängerzone ein, und die Zweite, nicht weniger auffällig, in Borghorst vor dem Heimathaus. Am 18. September verließen sie ihre Quartiere und trafen sich im Beisein der Bürgermeisterin und der versammelten Lokalpresse vor dem Steinfurter Rathaus, um dort voraussichtlich bis zum Frühjahr 2020 ein vielbeachtetes Friedenszeichen zu setzen.

 

Beide Friedenstauben wurden in der Jugendwerkstatt Steinfurt von Jugendlichen hergestellt und von ihnen unter der Leitung der Steinfurter Künstlerin Iris Bittner gestaltet. Auch der Transport und der Aufbau der Objekte waren Sache der Jugendwerkstatt und der Möbelbörse. Das Projekt „FRIEDENSBOTSCHAFT 1“ ist eingebettet in den 5. Steinfurter Geschichtstag (Thema: 80 Jahre II. Weltkrieg), der vom Kulturforum Steinfurt durchgeführt wird (hierbei ist die Ev. Jugendhilfe Münsterland Projektpartner).

Wir haben die Vorderseite der Kunstwerke jeweils zur Hälfte mit dem Regenbogen bemalt und darunter eine wilde bunte abstrakte Menschenschar jeglichen Alters, Geschlechts, Rasse, und Hautfarbe. Die Rückseiten wurden als Erinnerung an die Gräuel des Krieges und der Verfolgung Andersdenkender und Andersgläubiger mit der Farbe Schwarz als Trauerfarbe und mit hellblau-grauen Streifen als Erinnerung an die KZ-Lager-Kleidung gestaltet. Ebenfalls auf den Rückseiten wurden unterschiedlichen Farbdreiecke, der sogenannte Judenstern und eine Nummer gemalt. Die Dreiecke und der Judenstern dienten dazu, dass die Wächter der Konzentrationslager sofort den Grund der Inhaftierung erkennen konnten. Die Nummer steht dafür, dass man den Häftlingen in den Konzentrationslagern sogar ihren Namen genommen hat.

Die Friedenstauben sollen auf der einen Seite an die dunkle deutsche Vergangenheit erinnern und vor dem aufkommenden Rechtsextremismus warnen und auf der anderen Seite als Friedenssymbol den Wunsch nach weltweiten Frieden, nach Respekt, Toleranz und Demokratie zum Ausdruck bringen.

Das Projekt wurde mit Mitteln des Diakonischen Werkes Rheinland-Westfalen-Lippe finanziell gefördert.

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