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„Heimat Steinfurt?“

Die Foto-Ausstellung „Heimat Steinfurt?“ des Jugendmigrationsdienstes der Ev. Jugendhilfe Münsterland wurde am 01.04.2014 im Kreishaus vom Sozialdezernenten Dr. Peter Lüttmann eröffnet. Die Fotografin Gudrun Kremer hat 17 Jugendliche und junge Erwachsene aus verschiedenen Ländern fotografiert. Jeweils zwei Schwarz-Weiß-Fotos, die verschiedene Perspektiven zeigen, sind in der Ausstellung zu sehen. „Es sind Portraits entstanden, die Fröhlichkeit und Nachdenklichkeit zeigen von jungen Menschen, die in Steinfurt Fuss gefasst haben und ihren Weg gehen“, bringt Gudrun Kremer die Essenz der Ausstellung auf den Punkt.

„Sie leisten mit Ihrer Arbeit einen wertvollen Beitrag zur Inklusion von Menschen mit Migrationshintergrund, von Menschen die eine andere Gechichte haben. Frau Schonschor, Sie eröffnen uns mit ihren Projekten immer wieder Möglichkeiten für einen kulturellen Austausch, der so wichtig ist, um uns gegenseitig zu verstehen. Und dieser Austausch ist auch deshalb so wichtig, damit wir uns gegenseitig mit Toleranz und Respekt begegnen.
Auch Herrn Gerd Dworok möchte ich meinen Dank aussprechen. Die Evangelische Jugendhilfe Münsterland und die Aktion Kulturpfade ist ein wichtiger Kooperationspartner des Kreises Steinfurt,“ so Dr. Lüttmann in seiner Eröffnungsrede.

„Die Ev. Jugendhilfe Münsterland als Träger des Jugendmigrationsdienstes möchte mit dieser Ausstellung zeigen, dass es viele Jugendliche und junge Erwachsene mit Migrationshintergrund gibt, die mitten in der deutschen Gesellschaft angekommen sind, die beruflich erfolgreich sein wollen, sich Gedanken über ihr Leben machen und sich engagieren“, machte Gerd Dworok, Geschäftsführer der Ev. Jugendhilfe Münsterland, deutlich.

Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben selbst Texte zu ihren Fotos verfasst.
„Heimat ist für mich ein Ort, wo man sich wohl fühlt, Und in Deutschland fühle ich mich momentan am wohlsten,“ sagte Donika Haliti, 19 Jahre, aus dem Kosovo.
„Heimat bedeutet für mich viel, meine Erinnerung, meine Vergangenheit und mein erstes und altes Zuhause“, meinte dagegen Ilyass Darssi, 24 Jahre, aus Marokko.

„In dieser Ausstellung wird deutlich, dass viele Jugendliche und junge Erwachsene zwei Länder haben, die sie ihre Heimat nennen, ihr Herkunftsland und Deutschland. Deshalb ist es zu begrüßen, dass es jetzt die doppelte Staatsbürgerschaft gibt. Aber viele sind leider noch davon ausgeschlossen“, so Barbara Schonschor vom Jugendmigrationsdienst.

Die Ausstellung ist noch bis zum 17.04.2014 im Foyer des Kreishauses zu sehen.