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Damals Türkei – Heute Steinfurt

Eingebunden in die Fachtagung Migration „Verstehen ist alles“, des Arbeitskreises Gender SGB II und der Akademie Klausenhof wurde die Ausstellung des Jugendmigrationsdienstes Gronau.

„Damals Türkei – Heute Steinfurt“
In diesem fotografischen Dialog geht es um eine Sensibilisierung für die aktuellen Fragen von Migration und Integration in Steinfurt leisten.

Es gibt viele Erläuterungen und Erklärungen zum Thema Integration
Was bedeutet Integration? Aus unserer Sicht geht es immer darum, Gemeinsamkeiten zu sehen, um das Bemühen Verschiedenes zusammen zu fügen und darum Gemeinsames zu tun.

Ziel des Projektes war und ist es, bei türkischen Jugendlichen das Interesse für die eigene Herkunft und die Herkunft der Vorfahren zu wecken, aber auch die Veränderungen im Heute und somit auch die vielfältigen Schritte der Integration aufzuzeigen.
Das Projekt wurde ganz bewusst als ein Projekt für Jugendliche angelegt, weil es für die Identitätsfindung von Jugendlichen wichtig ist, die eigene Herkunft zu kennen.
Die für Jugendliche wichtigen Fragen,

• wer bin ich,
• wo komme ich her,
• wo will ich hin,

werden in diesem Dialog angesprochen und zeigen in vielen Facetten die Antworten der Jugendlichen.
Bei der visuellen Darstellung, ob Fotografie, Videos, Malerei, geht es darum, Bilder zu finden für das, was einen bewegt. Es geht hierbei jedoch mehr darum, fragend in die Welt zu blicken, als darum, Gewissheiten zu formulieren.
Der Schriftsteller Walter Benjamin sagte:
„Tun ist ein Mittel zum Träumen, Betrachtung ein Mittel wach zu bleiben.“
Attach:
In der Ausstellung sehen wir viele Bilder, die wir betrachten können, aus denen wir als Betrachter Erkenntnisse gewinnen können. Gleichwohl gilt, dass es eine irritierende Tatsache ist, dass mit dem Wachstum des Wissens (vielleicht auch der Antworten) auch die Grenzlinien zum Nicht-Wissen (den Fragen) wachsen.
Es wird also auch hier mehr Fragen als Antworten geben.
An dem Projekt waren insgesamt 14 türkische Jugendliche, die in Steinfurt leben, beteiligt.
Den gesamten Prozess des Projektes haben Betuel, Meryam, Zuhal, Ayse, Abdullah, Merve, Ela und Burcu mitgemacht.

Die vorhandenen Schwarz-Weiß Arbeiten der Fotografin Ingrid Schrik zeigen verschiedene Berufs- und Lebenssituationen in der Türkei. Sie sind vor ca. 20 Jahren entstanden.
Die Jugendlichen haben die Inhalte der Fotografien aufgegriffen und in das heutige Steinfurt transportiert, so dass Tandems entstanden.
Themenschwerpunkte sind:
Feste feiern, typisch türkisch, Moschee, Arbeitssituationen, zu Hause, Treffen von Frauen, Treffen von Männern, Treffen von Jugendlichen, Sport, Schule, Mütter und Kinder.

Dieser fotografische Dialog zeigt zum Einen den kulturellen Hintergrund vieler türkischer Mitbürger auf und beleuchtet zum Anderen Aspekte ihrer Lebenssituation in Steinfurt. Ein Blick in die Vergangenheit ist ein Suchen oder auch Vergewissern der kulturellen Wurzeln. Die Frage danach, wohin wir gehen, lässt sich nicht stellen ohne die Frage danach, woher wir kommen. Die Ausstellung „Damals Türkei – Heute Steinfurt“ zeigt auf, dass die türkischen Mitbürger in Steinfurt viele Schritte unternommen haben, um sich in Steinfurt heimisch zu fühlen. Viele der türkischen Mitbürger, die heute in Steinfurt leben, werden auch in Steinfurt bleiben. Sie werden weiterhin das Gemeinwesen mitgestalten.
Wir sind der festen Überzeugung, dass die Basis für Integration die Offenheit für viele Fragen und das gemeinsame Suchen nach Antworten ist.
Das Projekt wurde im Rahmen des Integrationsprojektes tandem in Steinfurt durchgeführt. Es steht gleichwohl auch für die Integrationsbemühungen vieler türkischer Mitbürger in anderen Orten des Münsterlandes.