Bilderleiste

Gemeinsame Ausstellung

Im Rahmen der Interkulturellen Wochen 2010 in Gronau wurde 27.09.2010 im GroW, Herzogstraße 60 die Fotografische Sozialreportage des Jugendmigrationsdienst Gronau „Bilder im Kopf“ über SpätaussiedlerInnen und die Arbeit „vision from the other world“ von Olga Kudrjawzewa eröffnet.
Die Besonderheit dieser Veranstaltung liegt in der Kombination dieser beiden sehr unterschiedlichen Arbeiten.
Die Fotoausstellung „Bilder im Kopf“ zeigt SpätaussiedlerInnen und deren Angekommensein in Deutschland.

Die Arbeit „vision from the other world“ von Olga Kudrjawzewa aus Gronau beschäftigt sich mit ihrer ursprünglichen Heimat in Kasachstan.

„Bilder im Kopf“
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!
Bilder erzählen Geschichten über Menschen, über Orte, über Zusammenleben.

Die Gronauer Bevölkerung ist eingeladen, Geschichten von Spätaussiedlern und Spätaussiedlerinnen kennen zu lernen.
Wie leben sie? Was ist ihnen wichtig? Welche Bilder haben wir im Kopf? Stimmen diese Bilder mit der Realität überein? Was haben die Spätaussiedler verlassen? An welchen Orten haben sie gelebt? Welche Erinnerungen, Gegenstände, haben sie aus ihrer alten Heimat mitgenommen? Was erwarten sie von ihren Mitbürgern?
Das sind die Fragen, die mit Schülern und Schülerinnen als Interviewleitfaden für die Fotoausstellung aufgestellt wurden.

Die Ausstellung zeigt Orte, Situationen, Vorstellungen und Wünsche von Spätaussiedlern, die in Steinfurt leben. In einem gemeinsamen Prozess, an dem die Fotografin Ingrid Schrik, Franziska Lengers und viele Spätaussiedlern und Spätaussiedlerinnen beteiligt waren, wurde diese Fotoausstellung erstellt.
„Die Menschen auf den Fotografien, waren sehr großzügig.
Sie gönnen uns einen Blick in ihr Leben. Sie zeigen uns, ob unsere Bilder, die wir im Kopf haben die richtigen Bilder sind“, so Franziska Lengers vom Jugendmigrationsdienst Gronau.
Wir haben sie an vielen Orten getroffen oder aufgesucht: Beim Sport, bei der Arbeit, im Kindergarten, im russischen Laden, in Beratungssituationen, auf dem Spielplatz, in ihren Wohnungen. Getreu dem Motto: Das Fremde ist so lange fremd, bis wir es kennen, soll diese Ausstellung auch als Instrument der Verständigung dienen“, erläutert Franziska Lengers.

„vision from the other world“
„Unser Leben besteht aus Parallelen. Mein Werk ist in einem Land entstanden, in dem meine eigenen Parallelen verlaufen, in Kasachstan meinem Kindheitsplatz. Parallelwelten, die auf engstem Raum existieren, ergeben ein unrealistisches Bild, das wir in unserem Alltagsleben nicht mehr als wahrhaft erleben.
Diese Welten haben Auswirkungen auf unsere Identität und formen unsere Persönlichkeit. Mehrmals am Tag überschreiten wir die Grenzen dieser Welten. Und auch auf Straßen treffen wir auf Überschneidungen dieser Parallelen, denen wir oft mit Vorsicht entgegenstehen. Unsere häusliche Welt empfinden wir als vertraut und heimisch. Sogar die Fenster der Häuser transformieren diese kleinen eigenständigen Welten.“
Olga Kudrjawzewa

„Wir wissen, um kulturelle Barrieren zu überwinden, müssen Wege beschritten werden, die „das Fremde“ dort vertraut werden lassen, wo es den Menschen begegnet. Dieses Ziel verfolgen wir mit der gemeinsamen Ausstellung, benannte Sonja Jürgens vom GroW als gemeinsames Ziel.

Die gemeinsame Ausstellung will zum Verständnis der Menschen, die zwar oft schon länger in Deutschland leben, vieles in ihrem ursprünglichen Heimatland verlassen haben und häufig in einer für sie fremden Umgebung angekommen sind, beitragen. Die Ausstellung soll die BesucherInnen zur
• Kommunikation miteinander anregen,
• Informationen anbieten,
• Unbekanntes zeigen,
• Kooperationen anregen,
• Vorurteile abbauen,
• zum miterleben animieren
• Nähe schaffen