Bilderleiste

Gemeinsamkeiten sehen

Gemeinsamkeiten sehen diese Aufforderung zum Themenbereich Integration junger MigrantInnen haben wir als Titel für eine Plakatserie genommen.
Gerade im Zusammenhang mit der öffentlichen Diskussion, die vor allen Dingen mit negativen Aspekten für Schlagzeilen sorgt, ist es uns wichtig immer wieder aufzuzeigen, dass wir Menschen viel mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede haben.

Begegnungen bauen Vorurteile ab, sie ermöglichen erst einen Dialog.
Eine kürzlich in Münster veröffentlichte Studie zeigt auf, dass die deutsche Bevölkerung offenbar kritischer über den Islam als viele ihrer europäischen Nachbarn denken.
Der Leiter der Studie, der Soziologe Detlef Pollack, sagt, in Deutschland hätten die Menschen weniger Verständnis für fremde Religionen als in anderen Ländern. Die Deutschen seien auch weniger bereit, anderen Religionen gleiche Rechte zuzugestehen. Der Satz des Bundespräsidenten, der Islam gehöre zu Deutschland, gehe deshalb am Empfinden vieler Deutscher vorbei.

Aber der Soziologe kommt auch zu dem Schluss , dass es mit ausschlaggebend für die innere Haltung sei, ob Deutsche persönlich Muslime kennen. Der Wissenschaftler hält es deshalb für wichtig, mehr Möglichkeiten der Begegnung zu schaffen.
Außerdem empfiehlt Pollock den Politikern, die Besorgnisse in der Bevölkerung Ernst zu nehmen. Schließlich sei bei der Untersuchung auch heraus gekommen, dass die Menschen in Deutschland den fremden Religionen Respekt entgegen bringen wollten. Dass sie zugleich Ängste und Vorbehalte hätten zeige auch das Bedürfnis, nicht alles über einen Kamm zu scheren. Pollack sagt: „Daran könnte die Politik anknüpfen.“

Die Arbeit der Jugendmgrationsdienste ist aus unserer Sicht hier ein wichtiges Angebot der Politik.