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Lesewerkstatt

 Lesen lernt man, indem man es tut

Dieser Leitsatz wird in einem kleinen Projekt des Jugendmigrationsdienst Gronau seit kurzem umgesetzt.Ausgangspunkt war die Anfrage von Luay N., ob wir einen Förderunterricht zusätzlich zum Sprachkurs im Driland Kolleg organisieren können, damit er schneller die Deutsche Sprache erlernen kann.
Hieraus entstand die Projektidee, eine Lesewerkstatt einzurichten, in der sich junge Menschen mit Migrationshintergund gemeinsam auf den Weg machen, sich gegenseitig stärken und durch lautes vorlesen ein besseres Gefühl für die Deutsche Sprache zu bekommen. Im Mittelpunkt der Lesewerkstatt steht das eigene Tun und das Erleben von Erfolg.
Zu einem ersten Treffen und somit der ersten Testphase waren 5 junge Leute erschienen. Gestartet wurde mit einem Kinderbuch über Willi Wiberg. In dieser Geschichte sind viele Umlaute zu erlernen. In den ersten Wochen werden weitere Kinderbücher reihum vorgelesen.
Das große Ziel der Lesewerkstatt ist aber, gemeinsam den Roman von Alina Bronsky „Scherbenpark“ zu lesen.

Alina Bronsky kam 1978 in der russischen Industriestadt Jekaterinburg zur Welt. Sie wuchs auf der asiatischen Seite des Ural-Gebirges sowie in Marburg und Darmstadt auf. Nach Abbruch ihres Medizinstudiums arbeitete sie als Werbetexterin und Zeitungsredakteurin. Sie lebt in Frankfurt. „Scherbenpark“ ist ihr erster Roman. Der Scherbenpark ist ein Ort der Kollisionen. Hier kracht es zwischen Ost und West, Männern und Frauen, Reich und Arm, Jung und Alt.Die Lesewerkstatt, zu der weitere Lernende eingeladen sind, findet Mittwochs von 14.00 -16.00 Uhr im Jugendmigrationsdienst Gronau, Bahnhofstraße 33 statt.