Bilderleiste

Pädagogisches Psychodrama

Die Methoden des pädagogischen Psychodramas nach Judith Maschke und Alfons Aichinger basieren auf der Grundlage des Psychodramas von Moreno und sind vielfältig. Sie eignen sich insbesondere für die Arbeit mit über das Medium Sprache schwer erreichbare Klienten und schwer zu bearbeitende Inhalte. Im Rahmen unserer Tätigkeit unterscheiden wir dabei zwei Arbeitsfelder:

1. Psychodramatische Einzel- und Familienarbeit

Diese Methode eröffnet eine Möglichkeit, sich den unter der Oberfläche liegenden Themen, welche sonst häufig zu Blockaden führen, zu nähern und mit ihnen im Schutz des Bildes umzugehen. Über das Einsetzen von Symbolen und die „Verpackung“ der Inhalte in Bilder erhalten diese eine Bühne, auf der sie in der gemeinsamen Arbeit von den Klienten szenisch dargestellt und bearbeitet werden können. Im Bild eröffnet sich auch die Möglichkeit, in einem kreativen Prozess neue Lösungsansätze zu erwägen und zu entdecken. Das geschieht dadurch, dass gerade komplexe Sachverhalte aus der Problemebene auf eine Sachebene übertragen werden. Auf dieser werden Aspekte und Lösungen sichtbar, an die man in der sprachlichen Abstraktion oft nicht gelangt. Die so erlebten Wege und Aspekte werden von den Klienten in ihren Bildern mitgenommen und in der weiteren Zusammenarbeit im Alltag praktisch nutzbar gemacht.

2. Psychodramatische Gruppenarbeit mit Kindern

„In der psychodramatischen Gruppenarbeit entsteht im gemeinsamen symbolischen Rollenspiel ein Handlungsfeld, in dem sich die Selbstorganisation der Kinder(-gruppe) entfalten kann. Im kooperativen Prozess des gemeinsam entworfenen und inszenierten Spiels wird Sozialverhalten untereinander ausgehandelt, werden Konflikte symbolisch bearbeitet, Handlungskonsequenzen erlebt, spontane Impulse erprobt und gemeinsam kreative Lösungen entwickelt.“ (Moreno Institut)
Wir spielen mit den Kindern selbst entwickelte Geschichten, in denen sie geschützt durch die selbstgewählte Rolle intensiv Sozialverhalten trainieren müssen (insbesondere Regeleinhaltung, Rücksichtnahme und Absprachen treffen). Darüber hinaus können sie sich so spielerisch erproben. Häufig werden traumatische Erlebnisse verarbeitet.