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Sportangebot

Soziale Gruppenarbeit der Tagesgruppe Bocholt in Zusammenarbeit mit den flexiblen Hilfen Rhede

Region: Bocholt

Jeden Freitag haben die Flexiblen Hilfen Rhede sowie die Tagesgruppe Bocholt ein gemeinsames, sportives Angebot. Im Wechsel wird an einem Tag Fußball, in der darauf folgenden Woche Badminton gespielt. An dieser sozialen Gruppenarbeit nehmen 2-3 Pädagogen sowie etwa 5-8 Jugendliche teil.

Beim Fußball wird Wert auf gemischte Mannschaften gelegt. Das heißt, dass sich die Kinder und Jugendlichen jede Woche auf eine neue Situation einlassen müssen. Zunächst sollten sie innerhalb kurzer Zeit eine Aufstellung festlegen und dann gemeinsam versuchen, sich gegenseitig zu unterstützen. Da das Alter der Teilnehmer unterschiedlich ist, sind auch die Spielstärken nicht auf gleichem Niveau. Die Spieler müssen lernen, dies zu akzeptieren und sich gegenseitig zu unterstützen.

Beim Badminton steht entweder der direkte Vergleich zwischen zwei Spielern an oder es treffen im Doppel jeweils vier Spieler aufeinander.

Der größte Lernprozess in diesen beiden Angeboten wird im Erleben von Erfolgen und Misserfolgen geboten. Viele Jugendliche haben teilweise erhebliche Versagensängste gekoppelt an ein übertriebenes und offen zur Schau gestelltes Selbstwertgefühl. Diese Faktoren machen Ihnen besonders die Erfahrung mit Misserfolgen zur Qual. In diesen Situationen müssen die Pädagogen die Jugendlichen eng begleiten. Denn es kann sein, dass als Reaktion auf Misserfolg Aggressionen auftreten. Teilweise gegen Mitspieler, oder Pädagogen aber auch gegen Gegenstände. In solchen aufkommenden Situationen wird durch die enge Begleitung sofort und gezielt eine alternative Verhaltensweise angeboten. Es soll erlernt werden, das eigene Verhalten zu reflektieren und mit Aggressionen umzugehen.

Die Jugendlichen werden „hautnah“ begleitet und haben keine Möglichkeit, ihre Aggressionen gegen andere Personen zu richten.

Ähnlich verhält es sich mit Erfolgen. Hier werden die Verlierer direkt mit ihrer Niederlage durch die Gewinner konfrontiert. Natürlich gehört das Ausleben von Erfolgen zum Sport, richtet es sich jedoch gezielt als Provokation gegen unterlegene Mitspieler, wird dieses Verhalten unterbunden.

Sowohl bei der Reflektion von Erfolg, als auch von Misserfolg soll durch eine Konfrontation mit dem eigenen Verhalten die Sicht auf die „Opfer“ gelenkt werden. Durch das Ausbauen der Empathiefähigkeit wurden bereits erhebliche Fortschritte erzielt und die aggressiven Verhaltensmuster deutlich reduziert werden.

Ein weiterer Faktor dieser Gruppe ist das Erlernen von Gruppenfähigkeit. Alle Mitspieler müssen sich regelmäßig auf neue Konstellationen einlassen und gemeinsam eine Strategie entwickeln.