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Wohngruppe Muto: Zusätzliche Angebote

Coolnestraining

Im lateinischen Ursprung bedeutet „konfrontieren“ jemanden die Stirn bieten. Ein zentraler Aspekt der konfrontativen Pädagogik besteht darin, explizit Grenzen zu ziehen. Die Grenzziehung ist kein Selbstzweck, sondern dient der Normenverdeutlichung und zwar in dem Moment, in dem das unerwünschte Verhalten geschieht.
Konfrontative Pädagogik will gewaltakzeptierende Muster verstören, Verhaltensressourcen entdecken und Verhaltensressourcen trainieren.
Durch zwei ausgebildete Coolnesstrainer/innen im Team wird die Gewaltprävention im Gruppenalltag sicher gestellt.

Sozialpädagogische Diagnoseverfahren

Das Konzept der Sozialpädagogischen Diagnosen ist eine Methode, die eine strukturierte Fallbesprechung im Rahmen der Hilfeplanung unterstützt. Diese Methode kann eine begründete Vermutung über die subjektive Lebenswelt, des Lebensraumes und der Lebensthemen des Klienten darstellen.

  1. Das Kind oder der Jugendliche wird, mit Hilfe eines standardisierten Leitfadens, interviewt und das Interview auf einem Tonträger dokumentiert.
  2. Das aufgezeichnete Gespräch wird von mindestens zwei „Auswertern“ gemeinsam gehört und die wichtigsten Interviewpassagen nach acht Protokolldimensionen und in Bildungsetappen eingeordnet.
  3. Das Interviewprotokoll dient dazu, die zentralen Lebensthemen und die zu bewältigenden Entwicklungsaufgaben herauszuarbeiten.
  4. Jugendlichen bei der Bewältigung der Lebensthemen und der Entwicklungsaufgaben unterstützt werden können.
  5. Die Lebensthemen und die Vorschläge werden anschließend mit den Betroffenen besprochen, abgestimmt und ggf. verändert, um dann in den Hilfeplanprozess eingespeist zu werden.

Partizipation, Motivation, Information und Dokumentation!

Zertifiziertes Diagnoseverfahren nach Uwe Uhlendorf

Verselbständigung

Die Verselbstständigung ist begleitender Bestandteil der pädagogischen Arbeit. Die Jugendlichen werden mit einer wachsenden Anzahl von Aufgaben und Verantwortungen betraut. Mit allen in einem Haushalt anfallenden Tätigkeiten werden sie zunehmend betraut. Dies ist ein zentraler Schwerpunkt ab dem alter zwischen 16 bis 18 Jahren.
Die Selbstständigkeit der Jugendlichen oder der jungen Erwachsenen kann der Übergang in den Verselbständigungsbereich des Hauses dienen. Das Leben in dem Verselbständigungsbereich findet zunächst mit enger Anbindung und Begleitung statt.
Die Begleitung wird stufenweise bis zur kompletten Selbstversorgung reduziert.
Der Anbau ist mit einer Singleküche, zwei kleinen Schlafräumen, einem kompletten Haushaltsinventar und einem Badezimmer ausgestattet. Dieser bildet den Rahmen, in der die Vorbereitung auf die eigene Wohnung stattfinden soll.

Ergänzung der pädagogischen Leistungen durch Intensivsätze I – IV

Jugendliche, bei denen der Betreuungsaufwand für die Bearbeitung pädagogischer und psychischer Probleme so hoch wird, dass dieser durch die Leistungsbeschreibung für Regelwohngruppen nicht mehr abgedeckt werden kann, können bei uns durch eine zeitlich begrenzte Intensivmaßnahme mittels dafür festgelegter Intensivsätze I – IV, weiter betreut werden.

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