Pädagogische Infos

Reggio-Pädagogik

Reggio spannt sich wie ein roter Faden

durch unseren gesamten pädagogischen Alltag und durch unsere Bildungsarbeit – die meisten auf unserer Homepage beschriebenen Aktivitäten haben ihren Ursprung in der Reggio-Pädagogik oder stehen auf unterschiedliche Weise mit ihr im Zusammenhang.
Besonders zu nennen ist hier die Projektarbeit mit den Kindern, die Gestaltung unserer Räume, die „offenen Stammgruppen“, die Tagesstruktur und vieles mehr.
So werden in unseren Kinderparlamenten beispielsweise viele Projektideen geboren.

Kinder als Forscher

In der Reggiopädagogik geht man davon aus, dass Kinder kompetente Forscher und Entdecker sind, die durch die kreative Gestaltung ihre Umwelt wahrnehmen, mit ihr „flirten“ und dieselbe erobern.

Diese Möglichkeiten bieten wir unseren Kindern. Wir betonen die Individualität der Kinder und gehen dabei von ihren Stärken aus. Und wir stellen Ihnen die nötige Umgebung, Atmosphäre und Materialien zur Verfügung:

  • zur Unterstützung ihrer eigenen Ausdrucksform
  • zum Stillen ihrer kindliche Wissbegierde
  • zum Entdecken des eigenen, großen Forscherdrangs

So kann jedes Kind sich in seinem eigenen Tempo zum für ihn passenden Zeitpunkt entwickeln und mit seinen Erfahrungen wachsen.

Erzieher als Begleiter

Wir können die Kinder nur wirklich fördern und begleiten, wenn wir sie verstehen – hierfür ist systematische, wertschätzende Beobachtung und Dokumentation die Voraussetzung – wir sehen uns in der Rolle der Begleiter, Zuhörer, der Beobachter und Vertrauten – während sich die Kinder in der Rolle der Künstler und Forscher verwirklichen und ausleben können.

Bei uns wird jedes Kind einzigartig ernst genommen und bekommt die Gelegenheit, seine Meinung auszudrücken.

JEDES KIND HAT DAS RECHT

auf Wertschätzung

ZU LERNEN

ZU SPIELEN

ZU LACHEN

ZU TRÄUMEN

auf Klarheit

ANDERER ANSICHT ZU SEIN

„ICH“ zu sein!

FEHLER ZU MACHEN

SICH AUCH MAL ZU LANGWEILEN

auf „Versuch und Irrtum“

Fragen zu stellen

auf eigene Lösungswege
VORWÄRTS ZU KOMMEN

UND SICH ZU VERWIRKLICHEN

HALL DENIS REPORT

„Reggio“ als Grundlagen-Pädagogik der Ev. Jugendhilfe

Bild vom Kind

Jedes Kind ist eine eigenständige Persönlichkeit, es hat ein Recht auf Anerkennung und Achtung. Ein Kind zu achten bedeutet:

  • es in seiner Individualität und mit seinen Besonderheiten wert zu schätzen
  • es als Akteur seiner eigenen Bildungsprozesse zu akzeptieren
  • es als Mensch mit seinen Fragen und Antworten ernst zu nehmen
  • seine Gefühle und Bedürfnisse wahrzunehmen und anzuerkennen
  • sein Eigentum und sein Handeln zu achten und zu respektieren
  • sein Recht auf eine eigene Meinung zu fördern
  • das Handeln von Erwachsenen zu erklären und transparent zu machen
  • seinen kulturellen und religiösen Hintergrund zu kennen und zu berücksichtigen
  • es als Teil seiner Familie, der Nachbarschaft, seines ganzen sozialen Umfeldes zu sehen

Haltung

In der täglichen Arbeit berücksichtigen die PädagogInnen in unseren Tageseinrichtungen die besonderen Voraussetzungen und Bedürfnisse der Kinder. Durch klares, partnerschaftliches und respektvolles Verhalten sind sie einschätzbare Orientierungs- und verlässliche Bezugspersonen.

  • Sie sind Begleiter und Gedächtnis der Kinder, geben Impulse und Anregungen und helfen ihnen dadurch, sich in verschiedenen Prozessen die Welt anzueignen.
  • Sie sind Beobachter von Entwicklungsprozessen der Kinder, sie geben Unterstützung und Förderung im Aufbau von Kompetenzen.
  • Sie sind Lernende, die durch regelmäßigen, fachlichen Austausch ihr fundiertes Wissen erweitern.
  • mit Engagement und Begeisterung leben sie die Prinzipien der Reggio Pädagogik

Struktur

Kinder brauchen Orientierungshilfen durch klare räumliche und zeitliche Strukturen. In unseren Tageseinrichtungen bieten wir Kindern Atmosphäre, Zeit und Räumlichkeiten, in denen sie Akteure ihrer Entwicklung sein können.

  • Jedes Kind hat eine Stammgruppe als Basis.
  • Durch tägliche Rituale und das gemeinsame Gruppenleben entsteht ein Zusammengehörigkeitsgefühl.
  • Aus dieser Sicherheit heraus können die unterschiedlich gestalteten Funktionsbereiche von den Kindern erkundet werden.
  • Spielbereiche sind nach den Bedürfnissen und Wünschen der Kinder eingerichtet. Sie fordern zu Aktionen auf, bieten die unterschiedlichsten Spielideen an und werden dem Ideenreichtum der Kinder gerecht.
  • Kinder nehmen Impulse ihres Umfeldes spielerisch auf und entwickeln mit den ErzieherInnen Angebote und Projekte.
  • Regeln werden gemeinsam aufgestellt und weiterentwickelt. Dieses gibt Kindern, ErzieherInnen und Eltern Orientierung und Sicherheit.

Ziele

Bildung – Erziehung – Betreuung

Durch eine stabile, vertrauensvolle Umgebung ermöglichen wir in unseren Tageseinrichtungen den Kindern, ihr Selbstvertrauen aufzubauen und ihre Persönlichkeit weiterzuentwickeln.

Kinder erfahren, dass unterschiedlichste Menschen in unserer Gesellschaft leben. Wir helfen ihnen eine angemessene soziale und tolerante Haltung zu entwickeln. Das Zusammenleben in unseren evangelischen Tageseinrichtungen ist geprägt von christlichen Werten und Traditionen. Dazu gehört für uns die Offenheit und das Interesse gegenüber anderen Kulturen, Religionen und Lebensformen.

Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung. Eine ganzheitliche Entwicklung in allen Bildungsbereichen ist die Voraussetzung und Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft. Mit Neugierde und Forschergeist eignet es sich seine Umwelt an.

Von Geburt an ist jedes Kind ein soziales Wesen und auf mitmenschliche Beziehungen ausgerichtet. Im Kontakt mit anderen Kindern erschließt es sich seine Lebenswelt. In dieser besonderen Interaktion entwickeln sie Lern- und Lebensfreude.

Kein Kind kommt alleine in die Einrichtung. Wir bieten einen Ort der Begegnung. In unseren Kitas gibt es Raum und Zeit, vielfältige Kontakte zu knüpfen.

Wir schätzen Eltern als Experten ihres Kindes und möchten mit ihnen eine Erziehungspartnerschaft eingehen.

Ein Kind erlebt auf dem Weg vom Elternhaus über die Kita bis zur Grundschule viele Übergänge. Wir widmen der sensiblen Zeit der Eingewöhnung besondere Aufmerksamkeit. Die individuelle Annahme des Kindes und seiner Eltern soll eine vertrauensvolle Basis schaffen. Wir nehmen das Kind in seiner Unverwechselbarkeit wertschätzend an und begleiten es ein Stück auf seinem Weg. Seine Persönlichkeit respektierend, stärken wir es mit dem Ziel, es selbstbewusst und neugierig in die Schule zu verabschieden, vielleicht im Sinne des Satzes der Kinderbuchautorin Jutta Richter: „Niemand lernt fliegen ohne ein Nest“

 

Offenes Konzept

Offenheit ist die Grundlage unserer pädagogischen Arbeit und der Zusammenarbeit mit den Familien.

Um dem natürlichen Drang der Kinder nach Autonomie, Selbständigwerdung und Welterfahrung gerecht zu werden, orientieren wir uns an der Methode der „Offenen Kindergartenarbeit”.

Vor der „Öffnung“ steht die „Zugehörigkeit“ deshalb hat jedes Kind seine „Stammgruppe“ als Basis – diese gibt ihm räumliche Orientierung, Bezugspunkte, Sicherheit und ein Gefühl von Zugehörigkeit und Gemeinschaft.
Durch tägliche Rituale und das gemeinsame Gruppenleben erfahren sie in kleinen Schritten Partizipation, Demokratie und soziale Verantwortung.

Aus diesem geschützten Nest heraus planen die Kinder gemeinsam mit den Erzieherinnen ihren Spielvormittag, indem sie Angebote annehmen, die im ganzen Haus stattfinden, oder im Freispiel selbstwirksam tätig werden.
Dabei stehen die Erzieherinnen den Kindern kontinuierlich als feste Bezugsperson und Ansprechpartner zur Seite.

Wie kleine Forscher erarbeiten sich die Kinder abhängig vom Entwicklungsstand alle Bereiche unserer Kindertagesstätte. Klare Regeln und Absprachen erleichtern den Kindern die eigenverantwortliche Nutzung der Räume, setzen Grenzen und geben Sicherheit.

Für uns ist jedes Kind ein Mensch mit:

  • eigener Wahrnehmung
  • eigenen Bedürfnissen
  • individuellen Fähigkeiten
  • und einem angeborenen Forscherdrang, die Welt zu entdecken.

Inklusion

Inklusion oder: Es ist normal, verschieden zu sein!

Annahme & Beziehung, das Bedürfnis nach Eigenaktivität & Bewegung sowie die Freude am Miteinander stehen im Vordergrund der gemeinsamen Erziehung. Seit Bestehen unserer Tageseinrichtung spielen, lernen und leben Kinder bei uns miteinander:

  • Kinder mit und ohne Behinderung
  • Kinder mit und ohne Migrationshintergrund
  • Kinder mit Entwicklungsverzögerungen wie auch
  • Hochbegabte Kinder

Uns ist es wichtig, für alle Kinder Lernorte zu schaffen, die ihren individuellen Bedürfnissen gerecht werden:

  • Wir richten unser Augenmerk auf die Kinder mit besonderen Bedürfnissen: mit Hilfe zusätzlicher Fachkräfte, Erzieher, Dipl. Sozialpädagogen, Heilpädagogen etc.
  • Wir leisten Entwicklungsbegleitung und unterstützen die Kinder nach all unseren Möglichkeiten
  • Wir schaffen einen Rahmen, in dem ein Miteinander von allen Kindern möglich ist – so verschieden sie auch sein mögen
  • Wir orientieren uns an den Stärken, Neigungen und Interessen eines jeden Kindes. So stellen wir die Kompetenzen der Kinder in den Mittelpunkt, um „deren Stärken zu stärken und Schwächen zu tragen“.

Dies sind die Grundlagen, die den Kindern ermöglichen, ihrem eigenen Rhythmus entsprechend zu wachsen und sich zu entwickeln.

Ohne Angst anders sein dürfen und an seinen stärken wachsen lernen. Das ist für uns gelebte Inklusion!

Marte Meo

In Kürze finden Sie hier Informationen zum Thema.

Zukunft gelingt gemeinsam