Ende einer Ära in Saerbeck: Die Evangelische Jugendhilfe Münsterland verabschiedet die Kita Sonnenschein



Ein letztes Mal kam unserer Kita Sonnenschein am Donnerstag in der Saerbecker Bürgerscheune zusammen, um gemeinsam den Abschied dieser Einrichtung zu feiern. Wir als Evangelische Jugendhilfe Münsterland blicken mit großem Stolz auf die über 25 Jahre zurück, in denen wir als Träger die Kita Sonnenschein gestalten und unzählige Kinder auf ihrem Weg begleiten durften. Es war ein Fest, das unseren diakonischen Werten absolut gerecht wurde: Herzlich, menschlich und voller Zusammenhalt.
Die Entscheidung, die Türen der Einrichtung dauerhaft zu schließen, ist uns als Träger überaus schwergefallen. Letztlich ließen die rückläufigen Kinderzahlen in Saerbeck und die nicht realisierbaren Sanierungspläne für das in die Jahre gekommene Gebäude keine andere Möglichkeit zu. Wir verstehen unsere Arbeit als Dienst am Menschen. Dazu gehört es auch, schwierige Entscheidungen verantwortungsvoll zu treffen, um die Betreuungslandschaft in Saerbeck insgesamt zu stärken. Es erfüllt uns mit großer Erleichterung, dass wir gemeinsam mit der Gemeinde und dem Kreisjugendamt für jedes einzelne Kind rechtzeitig einen neuen Betreuungsplatz finden konnten. Wir bleiben Saerbeck zudem an vielen anderen Stellen als verlässlicher Partner erhalten, etwa in der OGS, unseren weiteren Kitas oder den Wohngruppen.



Unser tiefster Respekt gilt unserem fantastischen Kita-Team vor Ort und der großartigen Elternschaft. Die letzten Monate in den Container-Räumlichkeiten waren eine immense fachliche und menschliche Herausforderung. Dass der Alltag für die Kinder dennoch so liebevoll und professionell gestaltet werden konnte, lag an der unermüdlichen Hingabe unserer Mitarbeitenden und der fantastischen Unterstützung der Eltern, die sogar eigeninitiativ für Abkühlung in den Räumen sorgten.


Damit die Kita Sonnenschein in Saerbeck unvergessen bleibt, haben wir der Gemeinde zum Abschied einen Wipp-Bagger für den Spielplatz am Teigelkamp überreicht. Er erinnert mit einem Augenzwinkern an unser letztes, baustellenreiches Jahr und soll den Kindern ein fester Ort der schönen Erinnerungen sein. Die Evangelische Jugendhilfe Münsterland bedankt sich bei allen Familien, Mitarbeitenden und Wegbegleitern für das jahrelange Vertrauen!





Hitze, Herzblut & Heißhunger auf Eis: Das war das EJHM-Fußballturnier 2026!
Was für ein unvergesslicher Tag im Volksbank-Stadion in Steinfurt-Burgsteinfurt! Am Sonntag bebte der Rasen, als weit über 150 fußballbegeisterte Kids und Jugendliche der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland gGmbH beim alljährlichen Fußballturnier alles gegeben haben. Zusammen mit einem sensationellen Fanklub aus Eltern, Großeltern und Betreuern wurde dieser Tag zu einem echten Fest des Sports und des Zusammenhalts.

Schon ab 9:00 Uhr herrschte in den Kabinen absolute Vorfreude, bevor um 10:30 Uhr der erste Anpfiff ertönte. Die Fäden im Hintergrund zogen in diesem Jahr die Flexible Hilfen Borken: Ein riesiges Dankeschön an Dirk, Ayoub & Team und Angehörigen und weiteren Freiwilligen aus anderen Projekten für eine bärenstarke Organisation und die fantastische Bewirtung an der Kuchentheke und dem Grill! Unter der sportlichen Leitung von Reinhard und Kay wurde in einem hochspannenden Turnierbaum um jeden Meter gekämpft. Die goldene Regel: Jedes Team kickte in fester Stärke und maximal ein erwachsener Betreuer durfte aktiv auf dem Platz mitmischen. Neben unseren regionalen Kräften durften wir auch ein ganz besonderes Gast-Team auf dem Platz feiern: Die Jugendhilfe Schweicheln reiste extra aus unserem Verbund an!
Weil wir in der Kinder- und Jugendhilfe flexibel auf alles reagieren können, gab es bei der brennenden Sommerhitze eine große Überraschung: Mitten im Turnier rollte plötzlich ein Eiswagen ins Stadion und spendierte allen Spielern und Fans eine eiskalte, süße Abkühlung! Das hielt die Lebensfreude hoch und auch unseren großartigen Sanitätsdienst, der bei zwei Verletzungen blitzschnell und super professionell zur Stelle war. Hitzebedingte Ausfälle? Fehlanzeige!
Besonders emotional wurde es bei unseren zwei Sonderauszeichnungen. Der Stimmungspreis explodierte förmlich auf den Rängen und ging hochverdient an die Bismarck-Raketen (OGS Bismarckschule), die das Stadion in ein Tollhaus verwandelten! Der Fairplay-Preis ging unter tosendem Applaus an die WG Gescher, die mit einer Sonderurkunde für ihr absolut vorbildliches, respektvolles Verhalten auf dem Rasen geehrt wurde.

Die Siegerehrung der sieben OGS-Teams machte um 14:30 Uhr den Anfang. Um 15:30 Uhr folgten die großen Jugendgruppen. Unser Geschäftsführer Jürgen Hase, der zuvor sogar noch spontan als aktiver Spieler beim Team Schweicheln eingesprungen war, überreichte die großen Siegerpokale! Damit niemand leer ausging, rief Turnierleiter Reinhard jedes weitere Team einzeln auf und überreichte allen Spielern eine glänzende Medaille.
Die Platzierungen im Detail:
OGS-Teams:
1. Kaddi Kicker (Emsdetten | Turniersieger)
2. Die Regenbogenkicker (Steinfurt)
3. FC Dumte (Steinfurt)
4. Bismarck-Raketen (Steinfurt | Stimmungssieger!)
5. Kaddi Knaller (Emsdetten)|
6. FC Rasenchaos (Bocholt & Rhede)
7. TG Vosshügel (Ibbenbüren)
Jugendgruppen:
1. Flexi Kicker / Black Panthers (Borken |Turniersieger) |
2. WG MUTO (Borken)
3. Team SBW Steinfurt
4. WG Gescher (Fairplay-Sieger!)
5. WG Hermannsweg (Tecklenburg)
6. Team Schweicheln
7. Team IG Hörstel / IWG Metelen
8. 1. FC Recke 09
9. Turbo United (Team der Pflegefamilien)

Um 16:30 Uhr endete ein grandioser Tag. Ein riesiges Dankeschön an alle Kuchenspender, Helfer beim Auf- und Abbau und an alle Teams. Ihr seid Spitzenklasse!
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel! Die Flexi-Kickers/Black Panthers haben ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigt und somit verbleibt die Wander-Orga auch für das kommende Jahr beim Team der Flexis Borken bzw. Rhede.
Schnappt euch eure Kalender und tragt es ein: Das nächste Fußballturnier findet am 11.07.2027 statt! Wir freuen uns schon jetzt!





































Wer an ein Bahnhofsgleis denkt, hat meist Trubel vor Augen. Menschen kommen an, reisen ab – manche mit leichtem, viele aber auch mit richtig schwerem Gepäck. Seit genau zwei Jahrzehnten ist die Gleisbrücke in Greven der Ort, an dem dieses Gepäck in Ruhe sortiert werden darf. Hier können Menschen nach Brüchen im Lebenslauf, nach Krankheit oder Flucht im geschützten Rahmen neue Perspektiven entwickeln, handwerkliche Fähigkeiten entdecken und Schritt für Schritt ihr Selbstvertrauen zurückgewinnen. Dieses runde Jubiläum wurde nun mit vielen Wegbegleitern im sonnigen Begegnungsgarten gefeiert.



Durch den Vormittag führte Jan Niklas Hellmann als pädagogische Leitung mit einer zugewandten Moderation, die den roten Faden für eine ganz besondere Zeitreise knüpfte. Den Anfang machte Projektleiterin Susanne Fischer, die das Gesicht und das Herz der Einrichtung ist. Sie nahm die Anwesenden mit zurück zu den „holprigen“ Anfängen vor 20 Jahren, als das Team nach der plötzlichen Auflösung eines früheren Vereins unvorhergesehen ohne Räumlichkeiten dastand. Dass aus dieser damaligen Notlage dank des Entgegenkommens eines örtlichen Vermieters, dem Vertrauen der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland rund um Martin Klein und der beständigen Partnerschaft mit dem Jobcenter Kreis Steinfurt eine echte Erfolgsgeschichte wurde, spürte man in jedem ihrer Worte.


In den Textil-, Holz- und Kunsthandwerkstätten sowie im Sozialkaufhaus „Möbelbrücke“ wird tagtäglich ein Miteinander auf Augenhöhe gelebt. Wie tief dieser Ansatz Sinn stiftet, griff Geschäftsführerin Karin Beckmann auf: Wer erlebt, dass die eigenen Hände etwas Brauchbares und Schönes schaffen, gewinnt oft auch den Mut, den nächsten Schritt im Leben zu gehen. Gleichzeitig lenkte sie den Blick auf die Realität enger Budgets und plädierte bestimmt für eine verlässliche Absicherung solcher unverzichtbaren Angebote, um sie vor politischen Sparzwänge zu schützen.


Diese Notwendigkeit sieht man auch in der Kommunalpolitik und Verwaltung, wo die Einrichtung fest verwurzelt ist. Der 2. stellvertretende Bürgermeister der Stadt Greven, Stevens Gomes, gratulierte im Namen der Stadt und dankte dem Team für den täglichen Einsatz, der einen wesentlichen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt und zur praktischen Integration vor Ort leiste. Wie lebendig dieser Zusammenhalt im Alltag aussieht, beschrieb Beate Tenhaken (Fachbereichsleitung Soziales der Stadt Greven). Sie lobte das kreative Niveau des Upcyclings im Haus und hob hervor, wie wichtig Susanne Fischers verlässliches und beständiges Engagement für die Menschen in Greven in all den Jahren war.
Dass der Erfolg der Gleisbrücke eben nicht in nackten Zahlen, sondern an der persönlichen Stabilisierung der Teilnehmenden gemessen wird, betonte auch Roswitha Reckels, Dezernentin für Schule, Kultur, Sport, Jugend und Soziales des Kreises Steinfurt. Sie lobte die unkomplizierte, enge Kooperation mit dem Jobcenter-Team und das Konzept, Menschen über feste Alltagsstrukturen ganz ohne Druck neuen Lebensmut zu schenken.



Den passenden, tiefer gehenden Abschluss dieser Gedanken gestaltete Regionalleiter André Warnke, der den Namen „Gleisbrücke“ in einer treffenden Metapher zusammenführte: Eine Brücke sei ein wichtiger Abschnitt auf einem langen Weg, aber sie sei nicht dafür da, um dauerhaft auf ihr zu verweilen. Brücken helfen dabei, Hindernisse aktiv zu überwinden und gestärkt weiterzugehen – genau das passiere hier jeden Tag.
Nach dem offiziellen Teil ging die Veranstaltung fließend in das über, was die Gleisbrücke am besten kann: Gemeinschaft spürbar machen. Praxisanleiter Hannes Greven eröffnete den Imbiss und lud die Gäste dazu ein, das Gelände zu erkunden. Sowohl das Buffet als auch kleine, handgefertigte Glücksbringer als Give-away wurden von den Projektteilnehmenden komplett selbst zubereitet und hergestellt. Die Besucher nutzten den restlichen Vormittag intensiv für gute Gespräche, Einkäufe im Sozialkaufhaus und persönliche Rundgänge mit den Praxisanleitern Hannes Greven und Frank Höffer.





Sommerfest der OGS Bismarckschule Steinfurt
Am 20. Mai veranstaltete die OGS der Bismarckschule Steinfurt von 15 bis 17 Uhr ein gemeinsames Sommerfest mit Kindern, Eltern und Mitarbeitenden der OGS.
Leider spielte das Wetter zunächst nicht mit, sodass das Fest aufgrund des Regens zuerst in die Aula verlegt werden musste. Dies tat der guten Stimmung jedoch keinen Abbruch. Später zeigte sich sogar noch die Sonne, sodass ein Teil des Programms anschließend auf dem Schulhof stattfinden konnte.
Für die Gäste wurde ein abwechslungsreiches Programm angeboten. Besonders begeistert waren alle von den Tanzaufführungen unserer beiden Tanz-AGs, die mit viel Freude und Applaus präsentiert wurden.
Außerdem konnten die Kinder beim Dosenwerfen „Eltern gegen Kinder“ ihr Geschick unter Beweis stellen und freuten sich über jeden Sieg gegen ihre Eltern.
Darüber hinaus wurde gemeinsam ein Banner gestaltet, mit dem unsere Mannschaft beim kommenden Fußballturnier kräftig angefeuert werden kann.

Auch kulinarisch war für alle etwas dabei: Ein leckeres Buffet sorgte für viele kleine Stärkungen zwischendurch und lud zum gemeinsamen Austausch ein.
Ein weiteres Highlight war das Fußballspiel „Eltern und Kinder“, bei dem alle mit viel Spaß und Teamgeist dabei waren.
Die BiG (Beratung in Grundschule) mit Wiebke Ritzkat und Zuhal Sahin bot zudem eine kreative Armbänder-Aktion an, die von vielen Kindern begeistert angenommen wurde.
Trotz des wechselhaften Wetters war das Sommerfest ein schöner gemeinsamer Nachmittag voller Spiel, Bewegung und guter Gespräche. Wir bedanken uns bei allen Helferinnen und Helfern, den ElternvertreterInnen, sowie bei den Familien für die tolle Unterstützung und das schöne Miteinander.



Beate Schürmann übergibt das Steuer
In einem feierlichen Rahmen im Althoffs Landhotel in Ochtrup haben die Geschäftsführung sowie zahlreiche Gäste unsere langjährige Pädagogische Leitung, Beate Schürmann, in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Nach vierzehn Jahren, in denen sie mit Engagement, Klarheit und Weitblick stets den Kurs gehalten hat, setzt sie nun die Segel auf zu neuen Ufern. Wir verabschieden eine Kollegin, die nicht nur als Architektin der pädagogischen Landschaft galt, sondern die auch als Gestalterin mit Herz, Tempo und Weitblick in Erinnerung bleiben wird.
Ein Werdegang geprägt von Praxis und Fundament
Ihr beruflicher Weg begann im beschaulichen Lippetal. Nach ihrer Ausbildung zur Erzieherin durchlief sie alle Stationen von der Ergänzungskraft bis zur Leitung. Mit Mitte dreißig bewies sie ihren Drang nach Weiterentwicklung, absolvierte an der Fachhochschule Dortmund ihr Diplom als Sozialarbeiterin und verband so tiefe Praxiserfahrung mit einem fundierten wissenschaftlichen Hintergrund. Diese Mischung machte sie später zur idealen Besetzung für die großen Aufgaben in unserer Organisation.











Qualität, Wachstum und eine ordentliche Portion Tempo
In ihrer Zeit bei uns hat Beate Schürmann beeindruckende Fußspuren hinterlassen. Unter ihrer Mitwirkung wuchs die Zahl unserer Kitas von anfangs sieben auf stolze sechzehn Einrichtungen an, während die der Standorte für offene Ganztagsschulen von siebzehn auf neunzehn stieg.
Dabei füllte sie das Gütesiegel Beta mit Leben und etablierte die Pädagogik nach Reggio. Wie sehr sie sich dieser pädagogischen Haltung verbunden fühlte, zeigte auch das treffende Leitmotiv der Einladung zu ihrer Verabschiedung. Dort zitierte Loris Malaguzzi mit den Worten, dass ein Kind nur durch eigenes Entdecken seine Fähigkeit verbessert, Probleme zu verstehen und zu lösen. Genau in diesem Sinne wurden Kinder in unseren Einrichtungen stets als Forscher und Entdecker ernst genommen. Zudem trieb sie wichtige Themen wie das Beschwerdemanagement, das betriebliche Gesundheitsmanagement und das sexualpädagogische Konzept maßgeblich voran.
Bei zahlreichen Neubauten, Anbauten und Umbauten agierte sie stets mit dem Blick einer Pädagogin und der Genauigkeit einer Bauingenieurin. Selbst bei schwierigen Provisorien sah sie Räume immer als Möglichkeit und nicht als Problem, was sich unter anderem eindrucksvoll bei der Realisierung der Kreiskita Steppkes zeigte. Beate Schürmann war intern zudem bekannt für ihr hohes Tempo beim Gehen, Arbeiten und Denken. Dieses Tempo war jedoch nie reiner Aktionismus, sondern vielmehr Ausdruck ihrer Überzeugung, dass gute Pädagogik nicht warten darf, wenn Kinder Unterstützung benötigen.
Eine verlässliche Netzwerkerin über unsere Organisation hinaus
Auch außerhalb unseres Trägers war ihre Expertise hochgeschätzt. Als langjährige Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft 78 für den Kreis Steinfurt vertrat sie integer die Interessen der Kinder und Träger. Sie moderierte dort Diskussionen mit großer Geduld und brachte unterschiedlichste Interessen verlässlich zusammen. Darüber hinaus engagierte sie sich als Mitgründerin des Vereins Ombutschaften im Kreis Steinfurt. Für die Jugendämter war sie eine derart leidenschaftliche Ansprechpartnerin, dass sie selbst im Urlaub in den norwegischen Bergen für wichtige berufliche Fragestellungen ans Telefon ging.
Der Mensch hinter der Leitung
Trotz ihrer vielen Ausbildungen und verantwortungsvollen Aufgaben ist Beate Schürmann immer ein echter Familienmensch und eine Kollegin, die Wertschätzung lebte. Ob mit ihrer klaren und humorvollen Art, bei der leisen Diplomatie durch Süßigkeiten für die Verwaltung oder als zupackende Kraft an der Suppenkelle bei Notfällen in der Kitaküche, sie trennte die Fachlichkeit nie vom Menschlichen. Kolleginnen und Kollegen schätzten sie als Knotenfrau, die Herausforderungen beherzt anpackte und löste.
Nun tauscht sie Terminpläne gegen Landkarten und das Diensthandy gegen Campingstühle. Mit ihrem Mann Georg, ihren beiden Kindern und besonders ihrem Enkelkind Philippa freut sie sich auf ausgiebige Touren mit dem neuen Campingbus und viel Zeit auf dem Segelboot. Wir wünschen ihr für diesen neuen Lebensabschnitt von Herzen alles erdenklich Gute, Gesundheit und stets eine Handbreit Wasser unterm Kiel.
Die beste Nachricht gibt es jedoch zum Schluss. Ein kleiner Teil des Ruhestandes muss noch warten. Beate Schürmann bleibt uns glücklicherweise noch für eine Herzensangelegenheit erhalten. Sie wird uns weiterhin maßgeblich bei der Einführung des Projektes Safewards in der Kindertagesbetreuung unterstützen. Wir sind überaus dankbar, dass wir auf diese Weise noch nicht vollständig Leinen los sagen müssen. Ein herzliches Dankeschön an Beate Schürmann für vierzehn Jahre leidenschaftliches Handeln, Klarheit und Herzblut.
„Im Schatten der Demokratie“: Fachverbände warnen vor Abbau von Rechten in der Jugend- und Eingliederungshilfe
Die Kinder- und Jugendhilfe sowie die Eingliederungshilfe in Deutschland sind in ihrem Bestand ernsthaft gefährdet. Ein internes Dokument einer Arbeitsgruppe aus Bund und Ländern, das am 16. April 2026 veröffentlicht wurde, offenbart Pläne für einen systematischen Rückbau von Leistungen und fachlichen Standards.
Weg von individuellen Rechten – hin zur Haushaltssteuerung
Die vorgeschlagenen Maßnahmen markieren eine gefährliche Kehrtwende:
Individuelle Bedarfe werden ignoriert: Statt passgenauer Unterstützung sollen pauschale Angebote die Regel werden, was insbesondere die Entwicklung und Teilhabe junger Menschen gefährdet.
Eingriff in die Selbstbestimmung: Die geplante Begrenzung von Teilhabeleistungen für junge Menschen mit Behinderungen greift unmittelbar in deren Recht auf ein selbstbestimmtes Leben ein.
Verstoß gegen internationale Standards: Diese Kurskorrektur steht im klaren Widerspruch zur UN-Kinderrechtskonvention und zur UN-Behindertenrechtskonvention.
Unsere Forderung: Wir weisen diesen Weg der „Fiskalisierung statt Fachlichkeit“ entschieden zurück. Erziehungshilfe und Eingliederungshilfe sind zentrale Pfeiler unseres demokratischen Rechtsstaats. Wir fordern den Erhalt individueller Rechtsansprüche und transparente, beteiligungsorientierte Reformprozesse.

Die Erziehungshilfefachverbände (AFET, BVkE, EREV & IGFH) fordern:
Die Kinder- und Jugendhilfe und die Eingliederungshilfe sind keine nachrangigen Kostenfaktoren, sondern zentrale Bestandteile eines demokratischen und sozialen Rechtsstaats.
Unterstützen Sie den Zwischenruf – Schließen Sie sich dem Protest der Fachverbände (AFET, BvKE, EREV und IGFH) an.