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NRW-Tag 2026 in Münster: Trefft unsere Medienscouts!

Am Freitag, den 28. August 2026, feiert das Land NRW in Münster seinen achtzigsten Geburtstag und die Evangelische Jugendhilfe Münsterland ist mit dem Projekt „Medienscouts“ dabei! Ihr findet uns direkt auf der Landesmeile in der Innenstadt.

Ein besonderer Dank gilt der SozialstiftungNRW. Die Stiftung fördert unser Projekt „Medienscouts“ bereits seit 2025 mit einer großzügigen Anschubförderung und hat uns freundlicherweise als Gäste an ihren eigenen Stand eingeladen. Durch diese wertvolle Unterstützung können wir unsere Projektidee erfolgreich in die Tat umsetzen.

Digitale Welt im Fokus

Smartphones, soziale Netzwerke und Onlinespiele sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Doch wie surft ihr eigentlich wirklich sicher? Woran erkennt ihr falsche Informationen und wie sorgt ihr für ein faires Miteinander im Netz?

Spannende Antworten darauf geben euch unsere Medienscouts. Anstatt trockener Vorträge setzen wir auf ein Konzept, bei dem Jugendliche von Jugendlichen lernen. Unsere Scouts begegnen euch auf Augenhöhe und zeigen euch, wie ihr kompetent und verantwortungsvoll mit digitalen Medien umgeht.

Interaktive Aktionen am Stand

Wir laden alle Kinder, Jugendlichen und Familien herzlich ein, unsere Arbeit vor Ort kennenzulernen. Entdeckt digitale Medien auf spielerische Weise, tauscht euch mit unseren Scouts aus und probiert unbedingt unser digitales Glücksrad! Gemeinsam wollen wir die Chancen der digitalen Welt nutzen und mögliche Herausforderungen clever meistern.

Wir freuen uns sehr auf den gemeinsamen Austausch mit euch!

Alle wichtigen Informationen im Überblick:

  • Wann? Freitag, 28. August 2026
  • Wo? Standnummer A083 – Klemensstraße (Höhe: Preußen Münster Fanshop) | Landesmeile am Stand der SozialstiftungNRW
  • Ansprechpartner vor Ort: André Bollmer, Elisa Angrick und zwei Medienscouts

Erste Eindrücke und weitere Informationen:

Schaut euch schon jetzt unsere Vorbereitungen auf Instagram an:

Mehr über das große Programm in Münster erfahrt ihr auf der offiziellen Website der Stadt Münster sowie im Beitrag der SozialstiftungNRW.

Wir freuen uns auf euren Besuch!

Kleine Stars ganz groß: „Verlieren ist was für Gewinner“ stürmt die Bühne!

Große Aufregung, bebende Knie und Scheinwerferlicht: Die „alten Hasen“ aus dem Montessori Kinderhaus „Vergissmeinnicht“ haben auch in diesem Jahr wieder den Theater- und Konzertsaal des Vredener Gymnasium in einen waschechten Broadway-Palast verwandelt. Mit ihrem Stück „Verlieren ist was für Gewinner“ bewiesen die angehenden Schulkinder, dass echter Mut nicht bedeutet, keine Angst zu haben, sondern einfach trotz gewaltiger Aufregung  rauszugehen und die Bühne zu rocken!

Lampenfieber? Weggelacht!

Schon Wochen vor der Premiere gab es im MoKi  kein anderes Thema mehr. Texte wurden gelernt, Kostüme organsiert, das Bühnenbild gestaltet. Als sich der Vorhang schließlich vor der riesigen Menschenmenge öffnete, schluckte der/die eine oder andere Mini-Schauspieler/in  zwar kurz, aber dann hieß es: Vorhang auf und Angst über Bord!

Mit einer riesigen Portion Selbstbewusstsein, viel Witz und absolutem Star-Potenzial spielten sich die Kinder in die Herzen des Publikums. Die Botschaft des Stücks saß perfekt: Wer verliert, gewinnt an Erfahrung – und wer sich vor so viele Menschen traut, gewinnt sowieso! Nach diesem fulminanten Auftritt steht fest: Die Schule kann kommen. Wer ein ganzes Publikum bändigt, schüttelt die erste Klasse locker aus dem Ärmel.

Ein fettes Danke an das Backstage-Genie

Ein solches Spektakel klappt natürlich nicht ohne helfende Hände. Ein riesiges Dankeschön geht an alle begeisterten Besucher und großzügigen Spender, die die Kasse für die zukünftigen Projekte der Kinder kräftig klingeln ließen.

Der heimliche Held des Abends saß jedoch am Mischpult: Uli, der legendäre Hausmeister des Vredener Gymnasiums! Mit Engelsgeduld, dem perfekten Timing für Spotlights und einer hervorragenden technischen Unterstützung sorgte er dafür, dass jeder Ton saß und kein Kind im Dunkeln stehen musste. Hollywood hat die Oscars, das Kinderhaus „Vergissmeinnicht“ hat Uli!

Wir gratulieren den frischgebackenen Theater-Stars und wünschen einen grandiosen Schulstart!

25 Jahre Kita Lichtblick – Ein buntes Jubiläumsfest voller Freude, Begegnungen und Erinnerungen

Die Kita Lichtblick feierte am 30. Mai ihr 25-jähriges Bestehen mit einem fröhlichen und abwechslungsreichen Jubiläumsfest. Zahlreiche Kinder, Eltern, ehemalige Familien, Fachkräfte, Freunde und Wegbegleiter kamen zusammen, um dieses besondere Ereignis gemeinsam zu feiern.

Los ging es um 11:00 Uhr mit einem Sektempfang. Die Geschäftsführung der Evangelischen Jugendhilfe, Karin Beckmann, sowie die pädagogische Leitung Mirko Blome eröffneten die Feier mit wertschätzenden und persönlichen Worten. Auch Pfarrer Kolja Koeniger von der Evangelischen Lukas-Kirchengemeinde richtete herzliche Grußworte an die Gäste und würdigte die bedeutende Arbeit der Einrichtung.

In den Ansprachen wurde deutlich, was die Kita Lichtblick seit 25 Jahren auszeichnet: ihre Buntheit, Vielfalt und Lebendigkeit. Im Mittelpunkt stehen die Kinder, ihre Familien, die engagierte Leitung Frau Schniggendiller sowie das gesamte Team. Besonders hervorgehoben wurde das Konzept der Reggio-Pädagogik, das die Kita seit vielen Jahren prägt und den Kindern Raum für Selbstständigkeit, Kreativität und Mitgestaltung bietet.

Anschließend wurde ausgiebig gefeiert. Für Begeisterung sorgte ein Zauberer mit seinen verblüffenden Zauberkünsten, während eine Tänzerin mit Musik und guter Laune Kinder und Erwachsene gleichermaßen zum Mittanzen animierte. Ein Highlight war die vier Meter hohe Fußball-Dartscheibe, auf die zahlreiche kleine und große „Ronaldos“ ihr Können unter Beweis stellten. Darüber hinaus luden Dosenwerfen, ein Glücksrad und weitere Mitmachaktionen zum Spielen und Ausprobieren ein.

Eine besonders schöne Aktion waren die Wunschbänder: Kinder und Erwachsene malten und schrieben ihre Wünsche auf bunte Bänder, die anschließend aufgehängt wurden und so ein sichtbares Zeichen für die Zukunft der Kita bildeten.

Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Mittags gab es Würstchen vom Grill, am Nachmittag lockte ein buntes Kuchenbuffet mit einer großen Auswahl an selbstgebackenen Kuchen. Die zahlreichen Kuchenspenden der Eltern machten das Buffet zu einem echten Genuss und zeigten einmal mehr die enge Verbundenheit der Familien mit der Kita.

Im Eingangsbereich konnten die Besucherinnen und Besucher auf eine Reise durch die Geschichte der Einrichtung gehen. Eine gestaltete Chronik zeigte die Entwicklung der vergangenen 25 Jahre. Besonders beeindruckend war das erste Bild mit den Handabdrücken der Kinder, das unter der damaligen Leitung von Jutta Lüdenbach zur Eröffnung der Kita entstanden war. Daneben waren die aktuellen Handabdrücke aller Kinder zu sehen, die heute die Kita Lichtblick besuchen, ein bewegendes Symbol für die Generationen von Kindern, die hier groß geworden sind.

Für viele Gäste war es zudem ein bewegendes Wiedersehen. Ehemalige Kinder, die heute längst erwachsen sind, ehemalige Eltern sowie frühere Mitarbeitende kamen miteinander ins Gespräch tauschten Erinnerungen aus und blickten gemeinsam auf viele schöne Jahre in der Kita zurück. So wurde das Jubiläum nicht nur zu einem Fest der Gegenwart, sondern auch zu einer Feier der gemeinsamen Geschichte.

Ein besonders großes Dankeschön gilt dem Elternrat. Mit viel Engagement, Kreativität und unermüdlichem Einsatz hat er die Planung, Gestaltung und Durchführung des Jubiläumsfestes maßgeblich unterstützt. Ohne diese großartige Unterstützung wäre ein Fest in dieser Form nicht möglich gewesen.

Es war ein rundum gelungenes Jubiläum – ein Fest, an dem viel gelacht, gespielt, erzählt und erinnert wurde. Ein Tag voller Begegnungen, Freude und Gemeinschaft, der allen Gästen noch lange in schöner Erinnerung bleiben wird und eindrucksvoll gezeigt hat, was die Kita Lichtblick seit 25 Jahren ausmacht: ein Ort, an dem Kinder, Familien und Mitarbeitende gemeinsam wachsen, lernen und leben. Ein Ort, der Kindern Wurzeln gibt und ihnen zugleich Flügel verleiht, damit sie voller Vertrauen in die Zukunft aufbrechen können.

Ende einer Ära in Saerbeck: Die Evangelische Jugendhilfe Münsterland verabschiedet die Kita Sonnenschein

Ein letztes Mal kam unserer Kita Sonnenschein am Donnerstag in der Saerbecker Bürgerscheune zusammen, um gemeinsam den Abschied dieser Einrichtung zu feiern. Wir als Evangelische Jugendhilfe Münsterland blicken mit großem Stolz auf die über 25 Jahre zurück, in denen wir als Träger die Kita Sonnenschein gestalten und unzählige Kinder auf ihrem Weg begleiten durften. Es war ein Fest, das unseren diakonischen Werten absolut gerecht wurde: Herzlich, menschlich und voller Zusammenhalt.

Die Entscheidung, die Türen der Einrichtung dauerhaft zu schließen, ist uns als Träger überaus schwergefallen. Letztlich ließen die rückläufigen Kinderzahlen in Saerbeck und die nicht realisierbaren Sanierungspläne für das in die Jahre gekommene Gebäude keine andere Möglichkeit zu. Wir verstehen unsere Arbeit als Dienst am Menschen. Dazu gehört es auch, schwierige Entscheidungen verantwortungsvoll zu treffen, um die Betreuungslandschaft in Saerbeck insgesamt zu stärken. Es erfüllt uns mit großer Erleichterung, dass wir gemeinsam mit der Gemeinde und dem Kreisjugendamt für jedes einzelne Kind rechtzeitig einen neuen Betreuungsplatz finden konnten. Wir bleiben Saerbeck zudem an vielen anderen Stellen als verlässlicher Partner erhalten, etwa in der OGS, unseren weiteren Kitas oder den Wohngruppen.

Unser tiefster Respekt gilt unserem fantastischen Kita-Team vor Ort und der großartigen Elternschaft. Die letzten Monate in den Container-Räumlichkeiten waren eine immense fachliche und menschliche Herausforderung. Dass der Alltag für die Kinder dennoch so liebevoll und professionell gestaltet werden konnte, lag an der unermüdlichen Hingabe unserer Mitarbeitenden und der fantastischen Unterstützung der Eltern, die sogar eigeninitiativ für Abkühlung in den Räumen sorgten.

Damit die Kita Sonnenschein in Saerbeck unvergessen bleibt, haben wir der Gemeinde zum Abschied einen Wipp-Bagger für den Spielplatz am Teigelkamp überreicht. Er erinnert mit einem Augenzwinkern an unser letztes, baustellenreiches Jahr und soll den Kindern ein fester Ort der schönen Erinnerungen sein. Die Evangelische Jugendhilfe Münsterland bedankt sich bei allen Familien, Mitarbeitenden und Wegbegleitern für das jahrelange Vertrauen!

Hitze, Herzblut & Heißhunger auf Eis: Das war das EJHM-Fußballturnier 2026!

Was für ein unvergesslicher Tag im Volksbank-Stadion in Steinfurt-Burgsteinfurt! Am Sonntag bebte der Rasen, als weit über 150 fußballbegeisterte Kids und Jugendliche der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland gGmbH beim alljährlichen Fußballturnier alles gegeben haben. Zusammen mit einem sensationellen  Fanklub aus Eltern, Großeltern und Betreuern wurde dieser Tag zu einem echten Fest des Sports und des Zusammenhalts.

Schon ab 9:00 Uhr herrschte in den Kabinen absolute Vorfreude, bevor um 10:30 Uhr der erste Anpfiff ertönte. Die Fäden im Hintergrund zogen in diesem Jahr die Flexible Hilfen Borken: Ein riesiges Dankeschön an Dirk, Ayoub & Team und Angehörigen und weiteren Freiwilligen aus anderen Projekten für eine bärenstarke Organisation und die fantastische Bewirtung an der Kuchentheke und dem Grill! Unter der sportlichen Leitung von Reinhard und Kay wurde in einem hochspannenden Turnierbaum um jeden Meter gekämpft. Die goldene Regel: Jedes Team kickte in fester Stärke und maximal ein erwachsener Betreuer durfte aktiv auf dem Platz mitmischen. Neben unseren regionalen Kräften durften wir auch ein ganz besonderes Gast-Team auf dem Platz feiern: Die Jugendhilfe Schweicheln reiste extra aus unserem Verbund an!

Weil wir in der Kinder- und Jugendhilfe flexibel auf alles reagieren können, gab es bei der brennenden Sommerhitze eine große Überraschung: Mitten im Turnier rollte plötzlich ein Eiswagen ins Stadion und spendierte allen Spielern und Fans eine eiskalte, süße Abkühlung! Das hielt die Lebensfreude hoch und auch unseren großartigen Sanitätsdienst, der bei zwei Verletzungen blitzschnell und super professionell zur Stelle war. Hitzebedingte Ausfälle? Fehlanzeige!

Besonders emotional wurde es bei unseren zwei Sonderauszeichnungen. Der Stimmungspreis explodierte förmlich auf den Rängen und ging hochverdient an die Bismarck-Raketen (OGS Bismarckschule), die das Stadion in ein Tollhaus verwandelten! Der Fairplay-Preis ging unter tosendem Applaus an die WG Gescher, die mit einer Sonderurkunde für ihr absolut vorbildliches, respektvolles Verhalten auf dem Rasen geehrt wurde.

Die Siegerehrung der sieben OGS-Teams machte um 14:30 Uhr den Anfang. Um 15:30 Uhr folgten die großen Jugendgruppen. Unser Geschäftsführer Jürgen Hase, der zuvor sogar noch spontan als aktiver Spieler beim Team Schweicheln eingesprungen war, überreichte die großen Siegerpokale! Damit niemand leer ausging, rief Turnierleiter Reinhard jedes weitere Team einzeln auf und überreichte allen Spielern eine glänzende Medaille.

Die Platzierungen im Detail:

OGS-Teams:

1. Kaddi Kicker (Emsdetten | Turniersieger)

2. Die Regenbogenkicker (Steinfurt)

3. FC Dumte (Steinfurt)

4. Bismarck-Raketen (Steinfurt | Stimmungssieger!)

5. Kaddi Knaller (Emsdetten)|

6. FC Rasenchaos (Bocholt & Rhede)

7. TG Vosshügel (Ibbenbüren)

Jugendgruppen:

1. Flexi Kicker / Black Panthers (Borken |Turniersieger) |

2. WG MUTO (Borken)

3. Team SBW Steinfurt

4. WG Gescher (Fairplay-Sieger!)

5. WG Hermannsweg (Tecklenburg)

6. Team Schweicheln

7. Team IG Hörstel / IWG Metelen

8. 1. FC Recke 09

9. Turbo United (Team der Pflegefamilien)

Um 16:30 Uhr endete ein grandioser Tag. Ein riesiges Dankeschön an alle Kuchenspender, Helfer beim Auf- und Abbau und an alle Teams. Ihr seid Spitzenklasse!

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel! Die Flexi-Kickers/Black Panthers haben ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigt und somit verbleibt die Wander-Orga auch für das kommende Jahr beim Team der Flexis Borken bzw. Rhede.

Schnappt euch eure Kalender und tragt es ein: Das nächste Fußballturnier findet am 11.07.2027 statt! Wir freuen uns schon jetzt!

20 Jahre Gleisbrücke: Wo aus schwerem Gepäck neue Wege werden

Wer an ein Bahnhofsgleis denkt, hat meist Trubel vor Augen. Menschen kommen an, reisen ab – manche mit leichtem, viele aber auch mit richtig schwerem Gepäck. Seit genau zwei Jahrzehnten ist die Gleisbrücke in Greven der Ort, an dem dieses Gepäck in Ruhe sortiert werden darf. Hier können Menschen nach Brüchen im Lebenslauf, nach Krankheit oder Flucht im geschützten Rahmen neue Perspektiven entwickeln, handwerkliche Fähigkeiten entdecken und Schritt für Schritt ihr Selbstvertrauen zurückgewinnen. Dieses runde Jubiläum wurde nun mit vielen Wegbegleitern im sonnigen Begegnungsgarten gefeiert.

Durch den Vormittag führte Jan Niklas Hellmann als pädagogische Leitung mit einer zugewandten Moderation, die den roten Faden für eine ganz besondere Zeitreise knüpfte. Den Anfang machte Projektleiterin Susanne Fischer, die das Gesicht und das Herz der Einrichtung ist. Sie nahm die Anwesenden mit zurück zu den „holprigen“ Anfängen vor 20 Jahren, als das Team nach der plötzlichen Auflösung eines früheren Vereins unvorhergesehen ohne Räumlichkeiten dastand. Dass aus dieser damaligen Notlage dank des Entgegenkommens eines örtlichen Vermieters, dem Vertrauen der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland rund um Martin Klein und der beständigen Partnerschaft mit dem Jobcenter Kreis Steinfurt eine echte Erfolgsgeschichte wurde, spürte man in jedem ihrer Worte.

In den Textil-, Holz- und Kunsthandwerkstätten sowie im Sozialkaufhaus „Möbelbrücke“ wird tagtäglich ein Miteinander auf Augenhöhe gelebt. Wie tief dieser Ansatz Sinn stiftet, griff Geschäftsführerin Karin Beckmann auf: Wer erlebt, dass die eigenen Hände etwas Brauchbares und Schönes schaffen, gewinnt oft auch den Mut, den nächsten Schritt im Leben zu gehen. Gleichzeitig lenkte sie den Blick auf die Realität enger Budgets und plädierte bestimmt für eine verlässliche Absicherung solcher unverzichtbaren Angebote, um sie vor politischen Sparzwänge zu schützen.

Diese Notwendigkeit sieht man auch in der Kommunalpolitik und Verwaltung, wo die Einrichtung fest verwurzelt ist. Der 2. stellvertretende Bürgermeister der Stadt Greven, Stevens Gomes, gratulierte im Namen der Stadt und dankte dem Team für den täglichen Einsatz, der einen wesentlichen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt und zur praktischen Integration vor Ort leiste. Wie lebendig dieser Zusammenhalt im Alltag aussieht, beschrieb Beate Tenhaken (Fachbereichsleitung Soziales der Stadt Greven). Sie lobte das kreative Niveau des Upcyclings im Haus und hob hervor, wie wichtig Susanne Fischers verlässliches und beständiges Engagement für die Menschen in Greven in all den Jahren war.

Dass der Erfolg der Gleisbrücke eben nicht in nackten Zahlen, sondern an der persönlichen Stabilisierung der Teilnehmenden gemessen wird, betonte auch Roswitha Reckels, Dezernentin für Schule, Kultur, Sport, Jugend und Soziales des Kreises Steinfurt. Sie lobte die unkomplizierte, enge Kooperation mit dem Jobcenter-Team und das Konzept, Menschen über feste Alltagsstrukturen ganz ohne Druck neuen Lebensmut zu schenken.

Den passenden, tiefer gehenden Abschluss dieser Gedanken gestaltete Regionalleiter André Warnke, der den Namen „Gleisbrücke“ in einer treffenden Metapher zusammenführte: Eine Brücke sei ein wichtiger Abschnitt auf einem langen Weg, aber sie sei nicht dafür da, um dauerhaft auf ihr zu verweilen. Brücken helfen dabei, Hindernisse aktiv zu überwinden und gestärkt weiterzugehen – genau das passiere hier jeden Tag.

Nach dem offiziellen Teil ging die Veranstaltung fließend in das über, was die Gleisbrücke am besten kann: Gemeinschaft spürbar machen. Praxisanleiter Hannes Greven eröffnete den Imbiss und lud die Gäste dazu ein, das Gelände zu erkunden. Sowohl das Buffet als auch kleine, handgefertigte Glücksbringer als Give-away wurden von den Projektteilnehmenden komplett selbst zubereitet und hergestellt. Die Besucher nutzten den restlichen Vormittag intensiv für gute Gespräche, Einkäufe im Sozialkaufhaus und persönliche Rundgänge mit den Praxisanleitern Hannes Greven und Frank Höffer.