Wohngruppe Muto

Neue Kämpe 44
46325 Borken

Tel: 02861-63135
Fax: 02861-924000
Mobil: 0160-7196665

Aufnahmealter: 6-16 Jahre
Platzzahl: 7 Plätze
Mitarbeiter*innen: 4 Erzieher/Sozialarbeiter, Jahrespraktikant/in, Hauswirtschaftskraft)
Betreuungszeiten: 24 Stunden
Bürozeiten: 8:00-13:00 Uhr
Gesetzliche Grundlage: §§ 27, 34, 36, 35a und 41 SGB VIII
Finanzierung: Vereinbartes Leistungsentgelt


Pädagogischer Ansatz

Wohngruppe Muto (lat.: ich verändere)

In unserer Wohngruppe leben 7 Kinder und Jugendliche in einem großzügigen Einfamilienhaus im Zentrum von Borken. Für 2 junge Erwachsene bieten wir einen separaten Verselbständigungsbereich an.

Unsere größte Kompetenz ist die Beheimatung. Dies erreichen wir durch die Entwicklung und Umsetzung von Perspektiven mit allen Hilfeplanbeteiligten. Durch Anleitung und Begleitung des Kindes/ Jugendlichen erweitern wir die lebenspraktischen Kompetenzen. Soziales Lernen und den friedlichen Umgang mit Konflikten vermitteln wir sowohl in der Gruppe, als auch durch die Anbindung an ortsansässige Vereine und Institutionen.

Wir verstehen unsere Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und deren Familiensystem als konsequent, kooperativ, kontinuierlich, zuverlässig, empathisch und klar.

Unsere pädagogische Haltung wird durch das RAD deutlich:


Ein Rundgang durch die Wohngruppe



Der Wochenplan


Das Team

(v.li.)
David Specht (Projektleitung), staatlich anerkannter Erzieher
Maria Pätzold, staatlich anerkannte Erzieherin
Markus Schwöppe, Diplom Sozialarbeiter
Monika Weßing, Hauswirtschaftskraft


Unsere Herangehensweise

Coolnesstraining

Im lateinischen Ursprung bedeutet „konfrontieren“ jemanden die Stirn bieten. Ein zentraler Aspekt der konfrontativen Pädagogik besteht darin, explizit Grenzen zu ziehen. Die Grenzziehung ist kein Selbstzweck, sondern dient der Normenverdeutlichung und zwar in dem Moment, in dem das unerwünschte Verhalten geschieht.
Konfrontative Pädagogik will gewaltakzeptierende Muster verstören, Verhaltensressourcen entdecken und Verhaltensressourcen trainieren.
Durch zwei ausgebildete Coolnesstrainer/innen im Team wird die Gewaltprävention im Gruppenalltag sicher gestellt.

Sozialpädagogische Diagnoseverfahren

Das Konzept der Sozialpädagogischen Diagnosen ist eine Methode, die eine strukturierte Fallbesprechung im Rahmen der Hilfeplanung unterstützt. Diese Methode kann eine begründete Vermutung über die subjektive Lebenswelt, des Lebensraumes und der Lebensthemen des Klienten darstellen.

  1. Das Kind oder der Jugendliche wird, mit Hilfe eines standardisierten Leitfadens, interviewt und das Interview auf einem Tonträger dokumentiert.
  2. Das aufgezeichnete Gespräch wird von mindestens zwei „Auswertern“ gemeinsam gehört und die wichtigsten Interviewpassagen nach acht Protokolldimensionen und in Bildungsetappen eingeordnet.
  3. Das Interviewprotokoll dient dazu, die zentralen Lebensthemen und die zu bewältigenden Entwicklungsaufgaben herauszuarbeiten.
  4. Jugendlichen bei der Bewältigung der Lebensthemen und der Entwicklungsaufgaben unterstützt werden können.
  5. Die Lebensthemen und die Vorschläge werden anschließend mit den Betroffenen besprochen, abgestimmt und ggf. verändert, um dann in den Hilfeplanprozess eingespeist zu werden.

Partizipation, Motivation, Information und Dokumentation!

Zertifiziertes Diagnoseverfahren nach Uwe Uhlendorf

Verselbständigung

Die Verselbstständigung ist begleitender Bestandteil der pädagogischen Arbeit. Die Jugendlichen werden mit einer wachsenden Anzahl von Aufgaben und Verantwortungen betraut. Mit allen in einem Haushalt anfallenden Tätigkeiten werden sie zunehmend betraut. Dies ist ein zentraler Schwerpunkt ab dem alter zwischen 16 bis 18 Jahren.
Die Selbstständigkeit der Jugendlichen oder der jungen Erwachsenen kann der Übergang in den Verselbständigungsbereich des Hauses dienen. Das Leben in dem Verselbständigungsbereich findet zunächst mit enger Anbindung und Begleitung statt.
Die Begleitung wird stufenweise bis zur kompletten Selbstversorgung reduziert.
Der Anbau ist mit einer Singleküche, zwei kleinen Schlafräumen, einem kompletten Haushaltsinventar und einem Badezimmer ausgestattet. Dieser bildet den Rahmen, in der die Vorbereitung auf die eigene Wohnung stattfinden soll.

Ergänzung der pädagogischen Leistungen durch Intensivsätze I – IV

Jugendliche, bei denen der Betreuungsaufwand für die Bearbeitung pädagogischer und psychischer Probleme so hoch wird, dass dieser durch die Leistungsbeschreibung für Regelwohngruppen nicht mehr abgedeckt werden kann, können bei uns durch eine zeitlich begrenzte Intensivmaßnahme mittels dafür festgelegter Intensivsätze I – IV, weiter betreut werden.


Region: Borken

Angebot: Regelwohngruppen


Zukunft gelingt gemeinsam