15. Mai 2026
„Im Schatten der Demokratie“: Fachverbände warnen vor Abbau von Rechten in der Jugend- und Eingliederungshilfe
Die Kinder- und Jugendhilfe sowie die Eingliederungshilfe in Deutschland sind in ihrem Bestand ernsthaft gefährdet. Ein internes Dokument einer Arbeitsgruppe aus Bund und Ländern, das am 16. April 2026 veröffentlicht wurde, offenbart Pläne für einen systematischen Rückbau von Leistungen und fachlichen Standards.
Weg von individuellen Rechten – hin zur Haushaltssteuerung
Die vorgeschlagenen Maßnahmen markieren eine gefährliche Kehrtwende:
Individuelle Bedarfe werden ignoriert: Statt passgenauer Unterstützung sollen pauschale Angebote die Regel werden, was insbesondere die Entwicklung und Teilhabe junger Menschen gefährdet.
Eingriff in die Selbstbestimmung: Die geplante Begrenzung von Teilhabeleistungen für junge Menschen mit Behinderungen greift unmittelbar in deren Recht auf ein selbstbestimmtes Leben ein.
Verstoß gegen internationale Standards: Diese Kurskorrektur steht im klaren Widerspruch zur UN-Kinderrechtskonvention und zur UN-Behindertenrechtskonvention.
Unsere Forderung: Wir weisen diesen Weg der „Fiskalisierung statt Fachlichkeit“ entschieden zurück. Erziehungshilfe und Eingliederungshilfe sind zentrale Pfeiler unseres demokratischen Rechtsstaats. Wir fordern den Erhalt individueller Rechtsansprüche und transparente, beteiligungsorientierte Reformprozesse.

Die Erziehungshilfefachverbände (AFET, BVkE, EREV & IGFH) fordern:
Die Kinder- und Jugendhilfe und die Eingliederungshilfe sind keine nachrangigen Kostenfaktoren, sondern zentrale Bestandteile eines demokratischen und sozialen Rechtsstaats.
Unterstützen Sie den Zwischenruf – Schließen Sie sich dem Protest der Fachverbände (AFET, BvKE, EREV und IGFH) an.