Jeder kann Familie sein

Tierischer Ausflug: Die Evangelische Jugendhilfe Münsterland hat Pflegeeltern und -kinder zum Alpakahof Hollich eingeladen.

Lina* zögert. Aber nicht lange. Vorsichtig streckt sie ihre Hand aus und streichelt den Hals des braunen Alpakas. Obwohl das Tier gerade geschoren wurde und das Fell sommerlich kurz ist, fühlt es sich weich und warm an.
Lina lächelt. Klaus und Anke Müller machen ein Foto von der Szene, nicken Lina stolz zu. Nebenan gackern ein paar zahme Hühner, der kleine Marius hockt zwischen ihnen, dreht sich im Kreis, beobachtet sie beim Futterpicken. Ein paar Meter weiter sitzen Erwachsene an Biertischgarnituren, unterhalten sich, schauen immer wieder nach den Kindern, trinken Kaffee und essen Kuchen. Es herrscht entspannte Familienausflugsstimmung auf dem Alpakahof Hollich in Steinfurt. Und genauso haben die Veranstalter dieses Tages sich das gewünscht. Denn dieser Ausflug ist eines von vielen Entlastungsangeboten für Pflegeltern und -kinder, die das Kompetenzzentrum Pflegefamilien im Rahmen eines Ferienprogrammes anbietet.



Das Ziel solcher Veranstaltungen: Spaß haben, den Alltag vergessen, kleine Auszeiten nehmen. Außerdem können Erwachsene und Kinder bei solchen Ausflügen Kontakte knüpfen. Pflegeeltern tauschen sich aus, Pflegekinder lernen andere Pflegekinder kennen – und merken plötzlich „ich bin nicht allein“.

Pflegefamilien gesucht

Die Evangelische Jugendhilfe Münsterland nimmt ihr Motto „Jeder kann Familie sein“ sehr wörtlich. Familie bedeutet demnach vor allem, dass man Kinder – egal ob leiblich oder nicht – in sein Leben und in sein Herz lässt.

Gerade Kinder und Jugendliche, die aus den verschiedensten Gründen nicht mehr in ihrer Herkunftsfamilie leben können, brauchen verlässliche Erwachsene, die sie als neues Familienmitglied annehmen. Immer mit der klaren Botschaft ans Kind: Du gehörst zu uns, du bereicherst unsere Familie, wir sind für dich da.

Den Kindern solch ein neues liebevolles Zuhause zu geben, ist eine der Aufgaben der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter suchen deshalb immer nach Menschen, die Geduld, viel Herz, Platz und Freude haben, mit Kindern und Jugendlichen zusammen zu leben. Und die bereit dazu sind, ein Kind bei sich aufzunehmen. Entweder auf kurze Zeit oder dauerhaft, sei es als Inobhutnahme-, Bereitschafts-, Gast- oder Pflegefamilie. Hat man sie gefunden und passen Pflegeeltern sowie Pflegekind gut zusammen, dann werden diese nicht allein gelassen. Fachliche Beratung und Schulungen durch erfahrene Pädagogen gehören zur Arbeit der Jugendhilfe. Genauso wie auch schöne Ausflüge zum Alpakahof zu organisieren. Schöne Familienausflüge eben. Denn jeder kann Familie sein.

(*Hinweis: Alle Namen in diesem Text wurden geändert)


Kontakt – bei Interesse und Fragen
Email
Rosali Witthake, 02551 934346

Kita La Vita: Besichtigung statt Einweihungsfest

In Stadtlohn ist der Neubau der Kita La Vita im August bezogen worden. Das geplante Einweihungsfest musste leider aufgrund der aktuellen Hygienerichtlinien verschoben werden. Um die neuen Räumlichkeiten trotzdem nach außen zu präsentieren, haben sich Beate Schürmann, Päd. Leitung, und Kita-Leiterin Ruth Plate eine Alternative einfallen lassen.

Am Samstag, den 10. Oktober, ist La Vita zu folgenden Zeiten für Besucher geöffnet: 10.30 bis 12.00 Uhr, 13.00 bis 14.30 Uhr und 15.00 bis 16.30 Uhr.

Die Pausen werden genutzt, um die Räume gründlich zu lüften und zu reinigen. Als weitere Auflage wird darauf geachtet, dass maximal 70 Personen gleichzeitig auf dem Kita-Gelände sind, damit der Mindestabstand eingehalten werden kann. Das La Vita-Team hofft auf viele neugierige Gäste. Ruth Plate gibt noch einen Hinweis: „Wenn der Andrang groß ist, kann es hin und wieder zu Wartezeiten kommen. Wir bitten um Verständnis.“ Sie fügt hinzu: „Das Warten lohnt sich aber. Die Kita ist so schön geworden! Wir freuen uns, dies jetzt auch nach außen zeigen zu können.“



Interkulturelle Wochen 2020 in Steinfurt

Barbara Schonschor vom Jugendmigrationsdienst Steinfurt ist erleichtert: Trotz Corona können insgesamt acht Veranstaltungen im Rahmen der Interkulturellen Wochen angeboten werden.
Vom 21. September bis zum 8. Oktober bietet das Programm neben Kunst, Kino und Theater auch einen syrischen Kochabend und eine „Mitmach-Trommel-Aktion“ für die ganze Familie.

Aufgrund der aktuellen Situation ist eine Anmeldung in den meisten Fällen erforderlich. Selbstverständlich gelten bei allen Veranstaltungen die Corona-Schutzmaßnahmen.

Wir freuen uns auf interessierte Gäste und einen regen Austausch!


Neubau – Erster Spatenstich in großer Runde

Die Freude stand Karin Beckmann und Egbert Große Ahlert ins Gesicht geschrieben, als am 8. September der traditionell erste Spatenstich zum Neubau an der Liedekerker Straße vollzogen wurde. Gleich 13 der geladenen Gäste griffen entschlossen zum Spaten. Bezugsfertig soll der Neubau im Oktober nächsten Jahres sein.



Das Geschäftsführer-Duo Beckmann und Große Ahlert begrüßte zum Einstieg die Gäste, die sich auf dem Baustellengelände zwischen Kreishaus und Schule am Bagno eingefunden hatten. Zahlreiche Kolleg*innen aus der Verwaltung, der pädagogischen Leitung und aus diversen Einrichtungen der Jugendhilfe hatten sich eingefunden. Dazu Hans Hermann Wolf und Prof. Dr. Frank Dieckbreder (beide Vorstand Diakonieverbund Schweicheln), Kirchmeister Walter Krebs, zwei Mitarbeiter des Architekturbüros Varwick, die beiden Geschäftsführer des Bauunternehmens NW-Bau und nicht zuletzt Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer.

Nach diversen Ansprachen, begleitet mit den besten Wünschen für das Bauvorhaben, gab Karin Beckmann mit einem Maurerspruch das Signal zum Spatenstich: „Stech tief, schmeiß weit und schau nicht lange hinterher!“ Schmunzelnd wurde daraufhin im Beisein der Presse beherzt zum Spaten gegriffen – der Neubau der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland ist somit offiziell gestartet.

Im Anschluss nutzten viele Gäste die Gelegenheit, die Fläche abzuschreiten und sich ein Bild von den geplanten Räumlichkeiten zu machen.
Da corona-bedingt keine offenen Speisen angeboten werden konnten, wartete auf jeden Gast eine kleine Probe Sommerhonig aus der „hauseigenen Imkerei“. Der Honig wurde von Kindern und Jugendlichen im Rahmen eines Projekts des SBW Steinfurt hergestellt.

Kreativmarkt der Möbelbrücke Greven – heiß aber erfolgreich

Am 13. August öffnete die Möbelbrücke Greven zum Kreativmarkt Türen und Tore, um stolz zu präsentieren, was ihre 24 Teilnehmer*innen in den vergangenen Monaten hergestellt hatten. Trotz heiß-schwüler Temperaturen kamen zahlreiche kaufwillige Gäste, deren Erwartungen durch die ausgefallenen, farbenfrohen Exponate wieder einmal übertroffen wurden.

Zu bewundern gab es die zauberhaften Häkeldeckchen der Äthiopierin, die genähten Fische der Westafrikanerin, die shabby-schicken Möbel des Ruhrpott-Dortmund-Fans, die Palettentische des Grevener Urgesteins, die bemalten Steine der syrischen Männer und vieles mehr.



Der Umsatz stimmte, die Stimmung sowieso. Kühle Getränke und herzhafte Leckereien sorgten dafür, dass die Gäste länger verweilten und sich gern auf ein Pläuschchen einließen.

Das große Anliegen des Kreativmarkts liegt in der Wertschätzung der Arbeit von Menschen, die trotz diverser Einschränkungen oder Handicaps berechtigte Anerkennung für ihre Arbeit erhalten und damit Kraft und Mut schöpfen für die nächsten Aufgaben im Leben.
Besonders freut sich das Team der Möbelbrücke darüber, dass es zu Corona-Zeiten möglich ist, Spaß und Lebensfreude zu haben, trotz Maske und räumlicher Distanz und ganz ohne andere zu gefährden.

Das Team der Möbelbrücke bedankt sich bei allen, die an diesem tollen Nachmittag beteiligt waren, für ihre Unterstützung!
Hier finden Sie alle Informationen zur Möbelbrücke Greven.

Die Ritter sind los in Bevergern

In der Ferienbetreuung der OGGS St. Antonius in Bevergern dreht sich derzeit alles um das Thema „Rund um die Burg“. Das OGGS-Team hat sich viel Mühe gegeben, um den Kindern eine vielfältige und fröhliche Ferienzeit zu bieten. Im Ritter-Quiz konnte man Interessantes über die Ritterzeit erfahren. Es wurden Modelle von Burgen gebaut, Wappen gestaltet, Edelsteine bemalt und Kleidung entworfen, wie beispielsweise der Hut eines Burgfräuleins. Dann ging es, ausgestattet mit Zeitdokumenten, im Örtchen Bevergern auf Erkundungstour, wie echte Geschichtsforscher. Auch das Wasserschloss Surenburg und die „schöne Aussicht“ wurden besucht. Von hier hatten alle einen wunderbaren Ausblick auf das Münsterland. Nach einem Besuch im Waldwohnzimmer lernten die Ferienkinder mit Materialien aus dem Wald zu arbeiten.

Die Begeisterung der Jungen und Mädchen für die Zeit der Ritter war nicht zu bremsen. Im Sandkasten entstanden aufwändige Burgen, in Rollenspielen durfte sich jede/r mal als Burgherr, Ritter oder Burgfräulein fühlen. Lebensgroße Selbstporträts wurden gepinselt und als Highlight noch ein echter Ritterschatz vergraben.

Alle Kinder und Betreuer*innen haben großen Spaß an dem Thema und freuen sich über eine gelungene Ferienfreizeit – trotz Corona!

Zukunft gelingt gemeinsam