Sprechblase mit Klimaschutzinformation

Systemisches Clearing

Bei dem systemischen Clearing werden die Schwierigkeiten, die Ressourcen und die Entwicklungsbedürfnisse des Kindes und seiner familiären und sozialen Bezüge erfasst. Auf der Grundlage einer gründlichen Exploration und Dokumentation werden Empfehlungen ausgesprochen, wie und mit welchen Angeboten dem Hilfe- und Entwicklungsbedarf des Kindes und seiner Familie entsprochen werden sollte.

Zielgruppe:

Kinder und Jugendliche mit zahlreichen, vielfältigen und massiven sozial-emotionalen Problemen und Verhaltensauffälligkeiten, Familien mit unklaren, wechselhaften und komplexen Lebens- und Beziehungsstrukturen, Familien, die bereits zahlreiche Hilfsangebote durchlaufen haben, ohne dass sich ihre Selbstwirksamkeit und Steuerungsfähigkeit deutlich erhöht haben.

Arbeitsweise und Methoden

Ziel des Clearings ist es, auf der Grundlage einer fundierten Exploration und Analyse zu aussagefähigen Erkenntnissen darüber zu gelangen, welcher Hilfe- und Entwicklungsbedarf besteht und mit welchen Maßnahmen und Angeboten man diesem sinnvoll begegnen kann.

Zunächst werden die Sichtweisen aller Beteiligter mit Hilfe unterschiedlichster Methoden der Exploration (Gespräche, Interaktionsbeobachtung, Hospitation, diagnostische Verfahren, Aktenstudium etc.) erhoben. Die so gewonnenen Erkenntnisse und Hypothesen werden mit den Beteiligten, dem/der Auftraggeber*in, im Fachteam und ggf. mit hinzugezogenen Fachleuten beraten.

Umfang der Hilfe

Dauer und Umfang des Clearings richten sich individuell nach Art und Komplexität der Aufgabenstellung. In der Regel sollte ein systemisches Clearing über 10 Wochen mit einem Stundenkontingent von Fachleistungsstunden ausreichen, um zu einer aussagekräftigen Einschätzung zu gelangen.  Bei Bedarf kann zu der systemischen Diagnostik eine sozialpädagogische und psychologische Diagnostik mit je 10 Fachleistungsstunden zusätzlich erfolgen.

Das Clearing für UMA wird mit 55 Fachleistungsstunden berechnet.

Zukunft gelingt gemeinsam