Sprechblase mit Klimaschutzinformation

Wir sind Familie! Oder: Jeder kann Familie sein

Bei schönem Wetter trafen sich nach langer Pause die Gastfamilien der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland (JuMeGa) auf dem Außengelände der Fabrik in Coesfeld zu einem Sommerfest. Jede dieser Familien stellt Raum und Zeit zur Verfügung, um ein Kind oder einen Jugendlichen bei sich aufzunehmen und zu begleiten.

„Noch ein leckeres Würstchen?“ Timo sagt nicht nein. Seit zwei Jahren lebt der 13-Jährige in einer Gastfamilie. Seine Herkunftsfamilie war für ihn kein sicherer Ort mehr. Die Mutter war psychisch erkrankt, der Vater hat immer versprochen für ihn da zu sein, konnte es aber nicht.

„Nicht schlimm“, sagt Timo, „ich kann sie ja alle zwei Wochen sehen, solange bin ich bei meiner Wahlfamilie. Die sind nett, sind für mich da und helfen mir für die Schule. Ich will doch Koch werden, da schau ich hier schon mal genau hin. – Kann ich beim Grillen helfen?“.

Timo nimmt die Grillzange in die Hand und lacht. Unbeschwerte Tage sind nun selbstverständlicher.
Die Gastfamilie freut sich. „Timo ist schon eine kleine Wundertüte. Als er zu uns kam, wirkte er sehr depressiv, bekam Medikamente, eine Therapie konnte vieles klären. Nun ist er richtig bei uns angekommen und fühlt sich sicher. Und ganz ehrlich, der ist jetzt richtig gut drauf.“ Timo dreht gekonnt die Würstchen auf dem Grill und legt der Beraterin der Familie eins davon aufs Brötchen. „Hier Gaby, hab ich für dich gemacht“. Gaby Sassowski om JuMeGa-Team freut sich: „Danke Timo, sieht super aus. Das ist genau dein Ding.“

Über die lange Zeit lernt der junge Mensch, für sich etwas aufzubauen. Dabei zu unterstützen, ist eine der Aufgaben, die in der Familie durchgehend stattfindet, so Gaby Sassowski. Jeder kann Familie sein lautet das Motto. Es bedarf keiner pädagogischen Berufsausbildung. Das Pädagog*innen-Team steht den Gastfamilie durchgehend und intensiv zur Seite. Wenn Sie Interesse an dieser Aufgabe haben, melden Sie sich gerne.


Gute Laune beim Treffen mit den Gastfamilien: das JuMeGa-Team Süd

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Jetzt geht’s los – mit den U3-„Steppkes“

Am 20.05. feierte die KiTa „Steppkes“ im Kreishaus Steinfurt ihre offizielle Eröffnung. Die einführenden Worte übernahm Egbert Große Ahlert, moderiert wurde der Nachmittag von der Pädagogischen Leitung Beate Schürmann. Landrat Dr. Martin Sommer gab Einblicke in die Entstehungsgeschichte, bevor KiTa-Leitung Corinna Rehme die neue Einrichtung mit dem Motto der Evangelischen Jugendhilfe „Zukunft gelingt gemeinsam“ präsentierte.

Die insgesamt 15 Plätze für Kinder unter 3 Jahren stehen Mitarbeitenden des Kreishauses, des Hermann-Emanuel- Berufskollegs, der Technischen Schulen Steinfurt und der Polizei in Steinfurt zur Verfügung.


v.li.: Sandra Feldkämper, Kira Sicking, Beate Schürmann, Pascale Pruin, Carina Rehme


Es sind bereits alle Plätze für das kommende Jahr gebucht, sodass die KiTa im Frühjahr 2023 vollständig belegt ist. Die Nähe zum Arbeitsplatz und die Möglichkeit zur Begegnung im Alltag, seien für die Eltern ein entscheidendes Kriterium für die Anmeldung gewesen, so Rehme. Acht „Steppkes“ erfüllen bereits jetzt die direkt in den Büroräumen des Kreishauses entstandene KiTa mit Lachen und neugierigem Forscherdrang.

Die Gäste waren sich einig: Aus dem Bild des Kreishauses sind die Kinder und das vierköpfige Team schon jetzt nicht mehr wegzudenken.


Foto rechts (v.li.): Karin Beckmann (Geschäftsführung), Landrat Dr. Martin Sommer, Beate Schürmann (Pädagogische Leitung), Egbert Große Ahlert (Geschäftsführung), Carina Rehme (Kita-Leitung)
(Fotos unten: Ralph Schippers/Westfälische Nachrichten Steinfurt)


Gruuuuselige Theateraufführung im MoKi

DAS UNHEIMLICHE SPUKHAUS!

Endlich hieß es wieder „VORHANG AUF“ für die „alten Hasen“ und die 20 Tanzkinder des Montessori-Kinderhaus „Vergissmeinnicht“.

Nach 2 Jahren Coronapause durften die jungen Schauspieler*innen mit viel Herzklopfen, Mut, Selbstvertrauen und Spaß ihr Können im großen Theater- und Konzertsaal des Vredener Gymnasiums endlich wieder zeigen. Viele, viele Zuschauer*innen waren gekommen. Die Kinder brachten Eltern, Geschwister, Omas, Opas, Tanten, Onkel, Freundinnen und Freunde zum Schmunzeln und Strahlen, aber auch ein wenig zum Gruseln.

Inhalt des Theaterstücks „Das unheimliche Spurkhaus“ ist die kleine Sina, die sich im Wald verirrt und in ein Spukhaus gelangt. Dort freuen sich schon viele grauselige Gestalten, das Mädchen zu erschrecken, was ihnen nicht gelingt. Sina hinterlässt nur verwirrte Wesen, die sich vermutlich bis heute über das kleine Mädchen unterhalten, das keine Angst hat.

Untermalt wurde das Stück durch die Tanzeinlage der Tanzkinder zu dem Lied „Thriller“. Auch Gruselmusik wie „Atemlos“ oder Kultmusik wie „Hells Bells“ riss das Publikum von den Stühlen.

Am Ende gab es noch eine Zugabe in Form eines Zumba-Auftritts zum Lied „Policeman“, den die Kinder aus ihren eigenen Impulsen heraus vorbereitet haben.
Zum Schluß sind alle erschöpft, aber glücklich nach Hause gegangen.


Das MoKi sagt Danke!

Bedanken möchten wir uns bei allen Akteuren und Akteurinnen für dieses gelungene Theaterstück und die mit Freude erfüllte Zeit. Zudem noch ein dickes DANKESCHÖN an Uwe, der uns bei den Proben und zur Aufführung selbst, immer toll unterstützt hat! Ganz besonders dankbar sind wir auch über die große Spendenbereitschaft! WOW!

Wir freuen uns schon auf´s nächste Jahr, wenn es hoffentlich wieder heißt…. „Hallo und herzlich Willkommen, zu unserem heutigen Theaterstück!“

(Text und Bilder: Silvia Langer, Leitung MoKi)



Im Wald, da sind die… Kids der Kita Lummerland

Waldtage in der Kita Lummerland in Rheine-Mesum. Ganze zehn Tage spielte sich das Kita-Leben bis zum Mittag im Wald ab. Jeden Morgen wurde dort gemeinsam gefrühstückt und danach ging es gut gestärkt auf Entdeckungstour. Dabei wurde einiges gefunden und erforscht, kleinere Experimente durchgeführt und auch Insekten und Krabbeltiere gesammelt.
Viele Fotos wurden dabei ganz professionell mit dem Tablet aufgenommen. Tiere und Gegenstände konnten mit Hilfe einer Lupe am Tablet vergrößert und bestaunt werden. Später haben die Kinder selber „Bilderrahmen“ gebastelt, in die alle Fundstücke eingearbeitet wurden.

Highlight war der Besuch der kleinen Schnecke und der Waldhexe. Die hatten viel Zeit, um sich mit den Kindern zu unterhalten und ihnen beim Experimentieren zu helfen. Zum Abschluss der Waldtage gab es ein Familienfest, damit auch Eltern und Geschwister die Schatzrahmen, Fotos und Fundstücke bewundern konnten.


8 Kinder tauchen ab – und „das war ganz schön kalt“

Einfach abtauchen, den Kopf frei kriegen, die Schwerelosigkeit genießen, sich treiben lassen… Was es bedeutet, tauchen zu gehen, lernten jetzt acht Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Projekten der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland kennen. In den Osterferien absolvierten sie einen Tauchkurs zum „Open Water Diver“ im Indoortauchzentrum Monte Mare in Rheinbach und kehrten stolz mit ihrem Tauchschein in den Händen zurück.

Möglich wurde diese Freizeit durch eine Förderung der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung im Rahmen eines Förderprogrammes. Auch die Kreissparkasse Steinfurt unterstützte tatkräftig mit einer Spende und stattete die acht Kinder und Jugendlichen allesamt mit einer eigenen Schnorchelausrüstung aus.

Gemeinsam mit zwei Sozialpädagogen und sieben anderen Kindern und Jugendlichen hat sich Lukas für den Tauchkurs in den Osterferien angemeldet. Bereits in Hörstel hat er sich an einem Wochenende mit dem Theorieunterricht befasst. Im Tauchbecken des Indoor-Tauchcenters wurden Fertigkeiten, wie das entleeren einer unter Wasser vollgelaufenen Tauchermaske oder das Wiedererlangen eines verlorenen Atemreglers geübt. Zunächst im seichten Wasser auf einer Übungsplattform, später ging es dafür auch auf den Grund des Beckens, immerhin ganze zehn Meter tief. Den Abschluss bildeten die ersten Freiwassertauchgänge im Widdauen See in Leverkusen. Dort mussten die Jungen und Mädchen zeigen, dass sie die zuvor im Hallenbad eingeübten Fertigkeiten auch im Freiwasser sicher beherrschten. „Das war ganz schön kalt im See, 10 Grad steht auf meinem Tauchcomputer“, kommentierte Lukas, als er freudestrahlend seinen Tauchschein überreicht bekommt, „aber auch cool. Ich habe sogar zwei Fische gesehen.“

„Aus kleinen Einzelkämpfern, die mit sich und ihren eigenen Baustellen im Alltag mehr als genug beschäftigt sind, wuchs schnell eine Gruppe, die beim Tauchen abschalten konnte“, erklärt Sozialpädagoge Wolfgang Schulz die Ziele des Projektes.

„Die Kinder und Jugendlichen konnten sich auf etwas Neues einlassen, waren bereit, eigene Grenzen zu überwinden, boten sich dabei gegenseitig Unterstützung an und konnten Hilfe dankbar annehmen.“ Für Lukas und seine Tauchbuddys steht indes längst fest: Das waren sicherlich nicht die letzten Tauchgänge.

Möglich wurde diese Freizeit durch eine Förderung der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung im Rahmen eines Förderprogrammes: „AUF!leben – Zukunft ist jetzt.“ ist ein Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Das Programm ist Teil des Aktionsprogramms Aufholen nach Corona der Bundesregierung.


Grenzen überschreiten und Teamgeist entwickeln beim Tauchgang


Zukunft gelingt gemeinsam