Fachtag zum Thema Schulabsentismus – eine Einladung zum Austausch
„Angedockt statt abgehängt!“ Unter diesem Titel lud das Team des jetzt abgeschlossenen Modellprojekts Dock 14 zum Fachtag ein. In der Jugendbildungsstätte Tecklenburg kamen rund 80 Vertreter verschiedener Schulen, politische Vertreter von CDU, SPD und Grünen, Trägern der Jugendsozialarbeit, des Jobcenters und der Agentur für Arbeit zusammen. Sie alle eint das Ziel, jungen Menschen einen guten Weg durch die Schule und später in die Berufswelt zu ermöglichen.
Sozialdezernent Tilman Fuchs in seinem Grußwort„Wege verlaufen nicht immer geradeaus, es gibt Baustellen
und manchmal braucht es Umwege, um das Ziel zu erreichen.“
Wie diese „Umwege“ konkret aussehen, stellten die Mitarbeiter dreier Projekte zur Unterstützung der jungen Menschen vor.
Im „Dock 14“, einem einmaligen und rechtskreisübergreifenden Modellprojekt, arbeiten Akteure aus Schule, Jugendhilfe und Jobcenter vereint, um jungen Menschen möglichst wieder einen Zugang zu einem regelhaften Unterrichtsbesuch zu ermöglichen. „Aufsuchend, niedrigschwellig und hartnäckig“, beschreiben Gregor Mensing und Gertrud Hovestadt vom Team des „Dock 14“ ihre Arbeitsweise mit den jungen Menschen. „Es geht darum, sich vom jungen Menschen an die Hand nehmen zu lassen und so zu erfahren, was die Gründe für den ausbleibenden Schulbesuch sind.“ Diese sind sehr vielfältig, so zeigt die Erfahrung der letzten drei Jahre: Psychische Erkrankungen, Misserfolge oder Streitigkeiten in der Schule, Armut und andere Hemmnisse hinderten die jungen Menschen an einem regelmäßigen Schulbesuch. Durch eine intensive Begleitung und Unterstützung konnten für viele Jugendlichen Alternativen geschaffen werden oder es gelang den jungen Menschen, wieder zurück in den Unterricht zu finden. „Eine gute Beziehungsarbeit ist das Erfolgsrezept.“
Von einem weiteren Steinfurter Projekt für schulmüde Jugendliche, dem „Tri-X“ berichtet André Warnke: „Das Projekt verbindet in enger Verzahnung schulische Inhalte durch Lehrkräfte zweier kooperierender Schulen, werkpädagogische Elemente, sowie Beratung durch sozialpädagogische Fachkräfte.“
Nicole Moldenhauer und Axel Weghorst stellten das Projekt „Extraklasse“ in Lengerich vor, das vor allem durch kleinere Lerngruppen Schülerinnen und Schülern, die durch das regelhafte Schulsystem mit großen Klassengemeinschaften überfordert sind, eine Alternative bieten kann.
Wie wichtig eine gute Schullaufbahn auch für die Aufnahme eines Ausbildungsverhältnisses ist, zeigt ein Blick in die Statistiken. Gut fünf Prozent der Schüler*innen verlassen das Schulsystem im Kreis Steinfurt jährlich ohne einen Schulabschluss. Dies erschwert den Zugang zu einer Berufsausbildung und erhöht das Risiko, später in der Arbeitslosigkeit zu landen. Die Arbeitslosenquote bei Ausbildungslosen beträgt rund 21 Prozent.
Um dem wirksam begegnen zu können, braucht es passgenaue Angebote, um die Jugendlichen und Familien gut abholen zu können. Darüber waren sich auch alle Teilnehmenden in den anschließenden Workshops einig. Hier wurden weitere bestehende Angebote vorgestellt, Netzwerke gebildet, um Übergänge zwischen den Systemen möglichst reibungslos ablaufen zu lassen, und über neue Wege, die Adressaten zu erreichen, gesprochen. Nicola Holthues vom Jobcenter des Kreis Steinfurt stellte abschließend in einem Ausblick ein mögliches Folgeprojekt „Schule macht Beruf“ für den Kreis Steinfurt vor.

Das Fachtag-Team freut sich über das gemeinsam gesteckte Ziel: Im Netzwerk das Angebot für schulabstinente Kinder und Jugendliche zu verbessern.
Am 15.09.2023 wurde im Montessori Kinderhaus in Vreden so richtig gefeiert! Der 25.te Geburtstag des Kinderhauses wurde in einem toll geschmückten Garten, spannenden Angeboten, Kinderschminken und sogar einer Disco verbracht.




Unter den Gästen waren Ehemalige, Kinder, Familien, Vermieter, Träger, der Bürgermeister, die Nachbarn, verschiedene Kooperationspartner, die sich untereinander super austauschen konnten und auch Attraktionen wie eine “Schokokusswurfmaschine“ ausprobieren! Diese wurde vom Opa Schlamann und seinem Enkel gebaut und zur Verfügung gestellt. Danke!

Pädagogische Leitung Beate Schürmann und Geschäftsführung Karin Beckmann waren ebenfalls vor Ort und haben ein paar wertschätzende Worte verloren. Ebenfalls wurde der Werdegang des Hauses von dem damaligen Verein „Hilf mir es selbst zu tun“, unter der Leitung von Hermann Grus, sowie der Übergang durch einen Vorstand bestehend aus Ehrenamtlichen, bis hin zur Übernahme durch die evangelische Jugendhilfe 2015, geschildert.

Damit dieses Fest gelingen konnte, gehen die GRÖSSTEN DANKESGRÜSSE raus an die aktuellen Familien und deren Unterstützung, dem Landhandel Lösing, welche uns perfekt verpflegt haben, Opa Schlamann, welcher uns die mit seinem Enkel Johann entworfene „Schokokussmaschine“ ausgeliehen hat, dem Team vom MOKI „Vergissmeinnicht“, welche Hand in Hand die Vorbereitungen im Hintergrund getroffen haben, unserem ehemaligen FOS 11 Praktikanten Theo und an alle Gäste, welche unser Jubiläum zu einem umwerfenden Event gemacht haben!
5, 4, 3, 2, 1 und los!
Die Pädagogischen Leitungen Anja Plaßmeyer (li.) und Sylvia Egelkamp sind seit Jahren begeisterte Entenrennen-Fans!
Es ist uns ein großes Anliegen, unsere Projekte mehr in die Öffentlichkeit zu tragen und darauf aufmerksam zu machen, wofür wir als Jugendhilfe stehen und was wir machen.
Die Aufgabe der Schutzstelle ist es, Kindern und Jugendlichen in Krisen- und Gefährdungssituationen Schutz, Geborgenheit und Unterstützung zu geben.
Kinder und Jugendliche vom Säuglingsalter bis zur Volljährigkeit werden zur akuten Krisenintervention entweder in der Einrichtung in Hörstel selbst in Obhut genommen oder in ausgebildete Familien vermittelt.
Daneben stehen die geschulten Mitarbeiter den Betroffenen beratend zur Seite, um eine weitere Eskalation in der Familie zu verhindern und nach Möglichkeit die Rückkehr der Kinder in die Familie zu erreichen. Diese Funktionen nimmt die Einrichtung für das gesamte Gebiet des Kreises Steinfurt in enger Abstimmung mit den Jugendämtern, Schulen und Eltern wahr. Jedes Jahr wird so durchschnittlich über 300 Kindern akute Nothilfe gewährt.
Wir freuen uns schon auf das nächstes Jahr!
Schülmüdigkeit, Schulverweigerung, Schwänzen nennen es die einen. Im Fachjargon ist meist von Schulabsentismus die Rede, wenn Kinder oder Jugendliche für eine längere Zeit dem Unterricht fern bleiben.

Um „schulmüde“ und schwer erreichbare Jugendliche zu stärken, wurden im Kreis Steinfurt drei Projekte aufgebaut, unter anderem unser Pilotprojekt Dock 14, das jetzt als Angebot ausläuft.
Welche Schlussfolgerungen ziehen die Beteiligten aus diesen Erfahrungen für das Gesamtkonzept?
Dazu findet am Dienstag, 17. Oktober in der Zeit von 9.00-14.00 Uhr der Fachtag „Angedockt statt abgehängt!“statt.
Der Fachtag richtet sich an Entscheider*innen und an Fachkräfte, die in ihrer Arbeit mit „schulmüden“ Jugendlichen zu tun haben.
Datum: 17. Oktober 2023 von 9:00-14:00 Uhr
Ort: Jugendbildungsstätte (JuBi) Tecklenburg, Sonnenwinkel 1, 49545 Tecklenburg
Interessiert? Dann bitte anmelden per Mail bis zum 04.10.2023 an sekreteriat@ev-jugendhilfe.de .
Wir freuen uns auf zahlreiche Gäste!
10.09.: Startschuss zu den Interkulturellen Wochen 2023 in Steinfurt. Das Programmheft macht sofort neugierig: vom 10.09. bis zum 29.09. gibt es in Steinfurt ein kunterbuntes Programm!
Barbara Schonschor vom JMD Steinfurt freut sich bereits auf die kommenden Tage: „Wir sind froh, dass auch in diesem Jahr so viele tolle Aktionen und Veranstaltungen realisiert werden konnten.“
Aus dem Reisetagebuch, Sommer 2023 😉

Am 08. Juli 2023 beginnt die aufregende Ferienfreizeit der WG „Neutor“ mit insgesamt
vier pädagogischen Fachkräften und sieben enthusiastischen Jugendlichen. Die
sechsstündige Reise mit dem Pkw führt sie von Coesfeld nach Oberwiesenthal, wo sie mit
großzügiger Unterstützung der Tabaluga Stiftung eine unvergessliche Zeit erleben. Das
Ziel ist das kleine, aber liebevoll eingerichtete, Wellnesshotel der Familie Riedel, wo sie
auch schon im letzten Jahr eine großartige Zeit erlebten.
Am Sonntagmorgen, nachdem sie sich von der Anreise mit einer Mütze voll Schlaf erholt
haben, stärken sie sich erstmal gemeinsam mit einem Frühstück am kleinen, aber hervorragenden Frühstücksbuffet. Die Jugendlichen bereiten sich ihre Lunchpakete für den anstehenden Tag im „Aqua Marien“ in Marienburg vor. Die größte Wasserwelt Sachsens erwartet sie mit Rutschen, einem Wellenbecken und einem Wellnessbereich mit Sole- und Erlebnisbecken. Die Rutschen sind das Highlight, nicht nur für die Jugendlichen. So vergeht der Tag im „Aqua Marien“ wie im Flug.

Keiner von den Kids oder Fachkräften kann sich so richtig vorstellen, was der heutige Tag bei den Biathleten mit sich bringt. Die „Sparkassen-Skiarena“ ist das Trainingszentrum der Biathleten auf 1100 m Höhe am Fichtelberg in Oberwiesenthal. Es wird ihnen die Funktionsweise des Schießstands gezeigt, Details zur Schusstechnik erläutert und eine Sicherheitsunterweisung zum Biathlon-Gewehr inkl. Munition durchgeführt. Nach der ganzen Theorie geht es für alle über 14- jährige an das Sportgerät. Sie dürfen nun an den Schießstand und, unter Anweisung, mit einem echten Biathlon-Gewehr unsere Zielgenauigkeit, Konzentration und Feinmotorik unter Beweis stellen und uns wie echte Biathleten fühlen. Es ist für alle ein spannendes Erlebnis.

Bergbau im „Dorotheastollen“: Ein 500 Jahre alter Bergbaustollen in Annaberg-Buchholz wartet heute darauf, von der Gruppe besichtigt zu werden. Bei 30 °C Außentemperatur genau das Richtige, da es das ganze Jahr über immer konstant 8 °C im Stollen hat. Maik, einer der Betreuer, zeigt uns, wie man trotz (oder gerade mit?) dieser Bekleidung modisch glänzen kann. Die anderthalb Stunden lange Führung zeigt Ihnen die harte Realität des Bergbaus der Vergangenheit und verdeutlicht ihnen die Bedeutung des Fortschritts der heutigen Zeit.


Die so genannte „goldene“ Stadt Prag steht am Mittwoch auf dem Programm. Die lebhaften Straßen und die beeindruckende Architektur 4 faszinieren alle. Natürlich kommt auch das Bummeln nicht zu kurz bei einem so vielfältigen Angebot von Geschäften. Dabei entdecken wir einen riesigen Spielzeugladen: „Hamleys“ ist eines der größten Spielzeuggeschäfte Europas, die Prager Niederlassung ist die größte Mitteleuropas und sogar die zweitgrößte der Welt! Ein wahr gewordener Traum für spielzeugbegeisterte jeden Alters.

Prag ist für Jung und Alt eine beeindruckende Stadt.
Eine acht Kilometer lange Bootstour auf der Zwickauer Mulde bei Wechselburg steht auf dem heutigen Plan. Es erwartet sie eine wunderbare Natur mit ihren Bewohnern, wie z. B. Fischreiher, Eisvogel und Bachstelze. Es gibt aber auch Action, die der Fluss für uns in Form von kleinen Stromschnellen bereithält. Das Ziel ist für sie ein kleiner Ort namens Rochlitz mit seinem imposanten Schloss, erbaut aus einer mittelalterlichen Burg, wo sie zum Abschluss der Bootstour in einem Café einkehren und die vergangenen Stunden bei einer kalten Cola Revue passieren lassen.

Der letzte, aber nicht weniger actionreiche, Tag der Ferienfreizeit in Oberwiesenthal. Nach einer 30 minütigen Autofahrt erreichen sie den „Abenteuerpark 860“auf dem Rabenberg in Breitenbrunn, mitten in der Erzgebirgslandschaft. Der höchstgelegene Kletterwald Sachsens bietet fünf verschiedene Parcours und einen Waldseilpark mit mehr als 60 Übungen in bis zu 20 m Höhe und verschiedenen Schwierigkeitsgraden an. Sie klettern den ganzen Tag in kleinen Gruppen und Schwierigkeitsgraden zusammen an diversen Hindernisstrecken. Alle haben einen riesen Spaß, es ist eine lehrreiche und spannende Erfahrung, bei der Teamarbeit, Mut und Geschicklichkeit im Vordergrund stehen. Zwischendurch trifft man sich auf eine kleine Pause, unten bei den Bänken, auf ein kaltes Getränk und teilt die jeweils gesammelten Eindrücke. Jeder meistert die selbst gesteckten Herausforderungen, einige wachsen dabei über ihre eigenen Grenzen hinaus. Am Ende ist auch dieser Tag zu schnell vorbei und am Abend, nach dem Essen, fallen alle völlig erschöpft und zufrieden ins Bett.

Das letzte Mal das hervorragende Frühstücksbuffet genießen, die Autos sind schon gepackt und zum Abschluss noch einmal die frische Bergluft atmen, dann heißt es Abschied nehmen. Wir bedanken uns bei der Tabaluga Stiftung, die es uns auch in diesem Jahr ermöglicht hat, in die Ferienfreizeit nach Oberwiesenthal zu Familie Riedel und ihrem Hotel zu fahren. Die WG Neutor hat dort eine wunderschöne und pädagogisch wertvolle Zeit verbracht. Die besonderen Aktivitäten wie z. B. Klettern oder Boot fahren fördern den Teamgeist und die individuellen Fähigkeiten der Jugendlichen. Durch das Besuchen lokaler Sehenswürdigkeiten in der Umgebung lernen die Jugendlichen etwas über die Geschichte und Kultur der Region. Die Ferienfreizeit der „WG Neutor“ im Jahr 2023 wird uns zweifellos in Erinnerungen verankert
bleiben
Wir bedanken uns bei Familie Riedel und freuen uns, wenn wir sie bald wieder besuchen
dürfen.