Kita Kaleidoskop – Unsere Pädagogik

Reggio-Pädagogik

Reggio als Philosophie spannt sich wie ein roter Faden durch unseren gesamten pädagogischen Alltag und durch unsere Bildungsarbeit.

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Teil-Offenes Konzept

Inklusion

Inklusion oder: Es ist normal, verschieden zu sein!

Wir betreuen Kinder mit und ohne Behinderung.
Uns ist es wichtig, für alle Kinder Lernorte zu schaffen, die ihren individuellen Bedürfnissen gerecht werden:

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Marte Meo

Übergänge

Schulvorbereitung findet nicht erst im letzten Kindergartenjahr statt.

Wir achten darauf, dass der natürliche Antrieb des Kindes, sich Weiterzuentwickeln und die Welt zu entdecken nicht gebremst, sondern im Alltag durch Impulse aufgegriffen wird

Einmal montalich finden für die Vorschulkinder Projektwochen statt,

deren Themen die Kinder miteinander entwickeln. In den Projektwochen geht es um:

  • Neugier und Forschergeist
  • Spaß und Lernerfahrungen
  • Mut und Selbstwert
  • Motivation und Durchhaltevermögen
  • Kompetenz und Frustrationstoleranz
  • Teamgeist und Streitkultur

Verschiedene Aktivitäten runden das Vorschulangebot ab:

  • Die Vorschulkinder entwickeln einen eigenen Gruppennamen
  • Sie besprechen und beschließen die Themen der monatlichen Projektwochen
  • Sie bekommen Besuch von der Feuerwehr Saerbeck
  • Sie nehmen am Sportunterricht der I-Männchen teil
  • Sie erleben eine Projektwoche in der Grundschule
  • Sie nehmen an einer „echten“ Unterrichtsstunde der 1. Klasse teil
  • sie planen ein Übernachtungsfest und erleben es miteinander

Wir haben mit der örtlichen Grundschule eine Kooperationsvereinbarung und sind im stetigen Austausch.

Bildungsarbeit

Unser Grundsatz ist es, das Kind in seiner Einzigartigkeit zu achten und jedes Kind individuell zu begleiten, anzuregen und herauszufordern, um so seine Entwicklungspotenziale möglichst vielseitig auszuschöpfen zu können. Das Kind wird somit als „Ganzes“ gesehen, mit seinen Neigungen, seinen Fähigkeiten und natürlich auch mit seinen Grenzen und Lebensbezügen.

Ob Motorik, Kreativität, Bewegung, kognitive und sprachliche Fähigkeiten, soziale Kompetenzen oder religiöse Zusammenhänge – alle diese Bereiche werden in der pädagogischen Arbeit unserer Einrichtung berücksichtigt und in gleichem Maße gefördert und unterstützt.

Durch unsere unterschiedlich eingerichteten Bildungsräume finden die wesentlichen Bildungsbereiche im Alltag Zeit und Raum. Sowohl im Freispiel als auch bei angeleiteten Aktivitäten haben die Kinder täglich Möglichkeiten

  • Bewegung
  • Sprache(n)
  • Spielen und Gestalten
  • Natur und kulturelle Umwelt(en)

zu erleben und sich dabei ihr Umfeld mit allen Sinnen zu erobern.

Besondere Schwerpunkte unserer Bildungsarbeit sind:

  • alltagsintegrierte Sprachförderung
  • Projektarbeit
  • Sexualerziehung
  • Vorbereitung auf die Schule

Zur Wahrnehmung, Begleitung und Anregung der Bildungsprozesse

jedes einzelnen Kindes fertigen wir regelmäßig Bildungsdokumentationen auf der Grundlage des KiBiz an.

Beobachtungsverfahren

Tag für Tag kommen unsere kleinen Forscher voran – in Absprache mit den Eltern werden die Beobachtungen jedes Kindes in seiner Entwicklung schriftlich festgehalten und im halbjährlichen Rhytmus in einem Elterngespräch besprochen:
Folgende Verfahren unterstüzten uns bei der täglichen Beobachtung:

  • evta – Entwicklungsdokumentation
  • BaSiK (Begleitende alltagsintegrierte Sprachentwicklungsbeobachtung in Kindertageseinrichtungen U3 und Ü3)

Alltagsintegrierte Sprachförderung

1. Sprachförderung im Alltag

Alle Kinder unserer Einrichtung finden in den Alltag eingebettet vielfältige Anregungen, ihre sprachlichen Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Unterschiedlichste Gesprächsanlässe erweitern das Sprachverständnis, den Wortschatz und die Ausdrucksfähigkeit der Kinder. Sie lernen dabei zum einen in den täglichen Morgenkreisen durch Gesprächsrunden, Geschichten, Lieder, Reime und Sprachspiele. Wichtig sind aber auch die vielfältigen Gespräche, die das Kind im Laufe des Kindergartentages mit anderen Kindern oder der Erzieherin führt. Ein anregungsreiches Umfeld und gemeinsame Aktivitäten schaffen dabei vielfältigen Gesprächstoff.

2. „BaSiK“

Im Verlauf des ersten Halbjahres 2016 wird „SISMIK“im Rahmen der Neuausrichtung der Sprachförderung durch das Sprachförder-Verfahren „BaSiK“ abgelöst werden. Mit BaSiK (Begleitende alltagsintegrierte Sprachentwicklungsbeobachtung in Kindertageseinrichtungen) steht uns ein Verfahren zur Verfügung, welches eine begleitende Beobachtung der kindlichen Sprachentwicklung in Kindertageseinrichtungen ermöglicht. Die Beobachtung erfolgt in authentischen handlungsrelevanten Situationen und hat das Ziel, den Sprachentwicklungsverlauf eines Kindes kontinuierlich zu dokumentieren. Dabei werden Sprachkompetenzen im weiteren wie im engeren Sinne einbezogen.
Bei den separaten Beobachtungsbögen werden Kinder unter 3 Jahren, über 3 Jahren und die Sprachentwicklung von mehrsprachig aufwachsenden Kindern berücksichtigt.

Mit Hilfe der Beobachtungsergebnisse können Maßnahmen zu einer alltagsintegrierten Sprachförderung, die natürliche Sprachanlässe des pädagogischen Alltags aufgreifen, abgeleitet werden.

Das Verfahren ist eines der Instrumente, die das Land Nordrhein-Westfalen zur Beobachtung der Sprachentwicklung von Kindern in Kindertageseinrichtungen empfiehlt.

Kinderparlament/Partizipation

Den Weg gemeinsam gehen

„Jedes Kind kann seine Idee äußern, dann muss man sehen wie sie von den anderen Kameraden aufgenommen wird. So fliegen die Ideen durch den Raum, werden zurück geschleudert, häufen sich an, erheben sich von Neuem, verschwinden einfach…bis dann endlich eine von ihnen entschieden die Oberhand gewinnt, in höchste Höhen fliegt und siegreich das ganze Parlament überzeugt“.
(L. Malaguzzi)

Partizipation und Beteiligung der Kinder

Kinder verbringen einen großen Teil ihres Tages in der Kindertagesstätte. Uns ist es wichtig, den Alltag und das Zusammenleben gemeinsam mit den Kindern zu gestalten.
Partizipation (= Teilhabe) basiert auf Demokratie – ihre drei Grundwerte sind: Freiheit, Gleichberechtigung, Solidarität

Partizipation ist ein wesentliches Element demokratischer Lebensweise und bedeutet für uns, Kinder in möglichst viele Entscheidungsprozesse, die ihre Person betreffen, einzubeziehen und sie an vielem, was das alltägliche Zusammenleben betrifft, zu beteiligen.

So können sie ihre Ideen im Morgenkreis einbringen, Feste und Veranstaltungen mitplanen, die Umgebung bzw. die Räume mitgestalten, Projekte und Lernwünsche äußern und an deren Umsetzung mitwirken. Sie lernen, demokratisch abzustimmen und Gesprächsleiter zu wählen.

Dies bedeutet aber nicht, dass Kinder alles dürfen! Es geht um das Recht der Kinder, ihre Meinung frei zu äußern und diese Meinung angemessen und entsprechend ihres Alters und ihrer Reife zu berücksichtigen. Partizipation findet ihre Grenzen dort, wo das körperliche und seelische Wohl des Kindes gefährdet wird.

Partizipation setzt eine gewisse Haltung der Erzieher/innen Kindern gegenüber voraus:

  • Wir sehen Kinder als kleine kompetente Menschen, die in der Lage sind, ihren Alltag eigenständig zu gestalten
  • Wir trauen Kindern etwas zu , nehmen sie ernst und begegnen Ihnen im Alltag mit Achtung, Respekt und Wertschätzung
  • Wir fordern die Kompetenzen der Kinder heraus
  • Wir ermutigen die Kinder ihre Bedürfnisse in Worte zu fassen
  • Wir lassen die Kinder Handlungsmöglichkeiten erproben/ nach eigenen Lösungen suchen und begleiten und unterstützen sie dabei
  • Wir nehmen Kinder ernst, gehen auf Vorschläge ein/ Ideen der Kinder ein

Indem Kinder ernst genommen werden, diskutieren, Entscheidungen treffen, Vorschläge machen, Kompromisse erarbeiten usw., lernen sie viel und machen zahlreiche Erfahrungen.

Sie werden angeregt, sich eine eigene Meinung zu bilden, Bedürfnisse in Worte zu fassen, Selbstbewusstsein zu stärken, Verantwortung zu tragen, zuzuhören und Toleranz gegenüber anderen zu üben und – auf diese Weise eine gute Gesprächs- und Streitkultur zu entwickeln.

Partizipation bedeutet auch Verbindlichkeit, die das gemeinsame Umsetzen von Beschlüssen beinhaltet.

Sowohl im Morgenkreis als auch im Kinderparlament werden unter anderem viele Pojektideen geboren.


Zukunft gelingt gemeinsam