Kita Lichtblick – Unsere Pädagogik

Reggio-Pädagogik

Reggio als Philosophie spannt sich wie ein roter Faden durch unseren gesamten pädagogischen Alltag und durch unsere Bildungsarbeit.

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Offenes Konzept

Inklusion

Inklusion oder: Es ist normal, verschieden zu sein!

Wir betreuen Kinder mit und ohne Behinderung.
Uns ist es wichtig, für alle Kinder Lernorte zu schaffen, die ihren individuellen Bedürfnissen gerecht werden:

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Marte Meo

Tiergestützte Pädagogik

Einen Schwerpunkt unserer Arbeit

bildet die tiergestützte Pädagogik. In unserer Kita ermöglichen wir den Kindern den Umgang mit einem speziell ausgebildeten und geprüften Hund und bieten Ihnen gezielte Angebote. Dabei ist der Hund nicht als Therapie als solches zu verstehen, sondern als begleitendes und unterstützendes Angebot, das immer in Anwesenheit des geschulten Besitzers sowie den Pädagogen (Therapiehund-Team) erfolgt.

Die Kinder lernen spielerisch, wie man sich gegenüber einem Hund verhält. Verschiedene Regeln, wie das richtige Annähern an den Hund, fragen, bevor man einen fremden Hund streichelt usw., werden besprochen und immer wiederholt und auf diese Weise verinnerlicht. Die Kinder lernen die einzelnen Körperteile des Tieres kennen, wie sie heißen, wie die Zähne aussehen und vor allem, welche Bedeutungen die verschiedenen Körperhaltungen haben.
Fast automatisch üben die Kinder, langsam und deutlich zu sprechen und sich auf ihre eigene Stimme und Worte zu konzentrieren.

Was für eine tolle Bestätigung für das Selbstbewusstsein des Kindes, wenn der Hund dann doch tatsächlich das tut, wozu es ihn aufgefordert hat.

Durch die spezifische Therapiehund-Ausbildung haben wir viele Möglichkeiten gefunden, den Hund in alle Lernbereiche zu integrieren. Vor allem soziale und emotionale Lernprozesse, wie die Stärkung des Selbstvertrauens und des Verantwortungsgefühls, aber auch kommunikative und motorische Fähigkeiten der Kinder werden durch den Umgang mit dem Hund auf ganz natürliche Weise gefördert. In diesen gezielten Angeboten lernen sie ganz nebenbei z. B. Zahlen, Addieren, Farben, Buchstaben. Sie üben, das Gedächtnis und die Feinmotorik zu schulen. Sich zu konzentrieren, abzuwarten, zu beobachten und zu reflektieren.

Der Hund ist ein hoher Motivator für die Kinder.

So fädelt ein Zweijähriger auch zum dritten Mal hochkonzentriert ein Leckerli auf, um des dem Hund anschließend stolz hinzuhalten, damit dieser es abknabbern kann.

Dies alles geschieht auf freiwilliger Basis. Selbstverständlich dürfen die Kinder auch nur beobachten. Auch einfach nur mit einem freilaufenden Hund in einem Raum zu sein, ist eine große Leistung. Kinder mit Berührungsängsten werden behutsam und schrittweise an den Hund herangeführt.

Auf dem Rücken der Pferde…..

Durch die Zusammenarbeit mit dem Hof Krützkemper haben wir einmal wöchentlich die Möglichkeit zum therapeutischen Reiten, was den Kindern nicht nur unendliche Freude bereitet, sondern ganz nebenbei noch viele positive Effekte für ihre Persönlichkeitsentfaltung bietet.

Übergänge

Zum Bildungsverständnis unseres Familienzentrums gehören auch die besonderen Projekte zur Vorbereitung der Kinder auf die bevorstehende Schulzeit.

Vorschulgruppe:

Für die angehenden Schulkinder findet jeweils ab Oktober vor der eigentlichen Einschulung 1x in der Woche am Nachmittag eine Vorschulgruppe mit 5 -6 Kindern statt. Dies bedeutet nicht, den Kindern Wissen im Sinne von Lesen und Schreiben zu vermitteln, sondern anspruchsvolle Projekte zu den unterschiedlichsten Themenbereichen anzubieten, z. B.:

  • Sicher und fit, ich mach“ mit
  • Zahnhygiene und ein Besuch in der Zahnarztpraxis
  • ein Besuch bei der Feuerwehr
  • Verkehrs- und Schulwegübungen mit der Polizei
  • eine Zirkusaufführung
  • eine Übernachtung in der Kita – das „Schlaffest“
  • zum Schluss bekommt jedes Kind eine kleine Laudatio, das Portfolio und das Abschlussgeschenk
  • Wenn die Kinder eingeschult sind, laden wir sie meist im September zu einer Kindergartenrally und einem kleinen Imbiss ein

Kontakte zu den Grundschulen:

Ebenso kommen die Lehrer der verschiedenen Schulen in unsere Einrichtung um die Kinder im Vorfeld schon mal kennen zu lernen. Die Vorschulkinder gehen mit den Erzieherinnen an einigen Vormittagen in die Schule, um dort schon mal einen Einblick in den Schulunterricht zu bekommen und die Räumlichkeiten zu sehen. In Gesprächen mit den Lehrern der verschiedenen Grundschulen bekommen wir wichtige Informationen, was an Lerninhalten vorbereitend für das erste Schuljahr, von uns vermittelt werden kann.

Fuchsgruppe – Förderung der sprachlichen Bewusstheit:

Die Fuchsgruppe findet nur für angehende Schulkinder statt, die einer präventiven Maßnahme bezüglich einer Lese- und Rechtschreibschwäche bedürfen. Dieses Angebot zielt genau auf die Förderung der sprachlichen Bewusstheit während der Vorschul- und Einschulungsphase ab. Vier unserer Mitarbeiterinnen haben sich auf die Durchführung dieses so genannten „Bielefelder Screenings“ spezialisiert und führen auch die entsprechenden Tests mit den Kindern durch. Das Angebot der „Fuchsgruppe“ findet also nur für die Kinder statt, bei denen im Rahmen dieses Tests Auffälligkeiten zu erkennen sind.

von U3 zu Ü3 – „Jetzt bin ich schon groß!!“

Um den dritten Geburtstag des Kindes findet der Wechsel von der U3- in die Ü3-Gruppe statt – auch dieses ist für die Kleinen ein bedeutsamer „Übergang“ und wird gut von den Pädagogen vorbereitet und mit den Kindern celebriert.

Auch aus anderen Gründen kann es Gruppenwechsel geben. Wir besprechen dann im Team und natürlich auch mit den Eltern, wann der Zeitpunkt gut ist. Es wird ein Umzugskarton gepackt mit allem Eigentum des Kindes. Zwei Freunde des Kinders dürfen es begleiten. Dann geht der Trupp mit der Erzieherin los zur anderen Gruppe, wo es im Morgenkreis mit einem Kuchen begrüßt wird.

Bildungsarbeit

Lernen & Spielen – eine Partnerschaft, die bildet

Das Hauptaugenmerk unserer pädagogischen Arbeit liegt darin, die Kinder in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu unterstützen und ihnen Gelegenheit zu verschaffen, ihre Entwicklungspotenziale möglichst vielseitig auszuschöpfen.

Das Ziel unserer Einrichtung im Hinblick auf den Bildungsauftrag ist also, die Kinder in ihren möglichen Entwicklungsbereichen zu begleiten, zu fördern und herauszufordern. Das Kind wird somit als „Ganzes“ gesehen, mit seinen Neigungen, seinen Fähigkeiten und natürlich auch mit seinen Grenzen und Lebensbezügen.

Ob Motorik, Kreativität, Bewegung, kognitive und sprachliche Fähigkeiten, soziale Kompetenzen oder religiöse Zusammenhänge – alle diese Bereiche werden in der pädagogischen Arbeit unserer Einrichtung berücksichtigt und in gleichem Maße gefördert und unterstützt.

Besondere Schwerpunkte unserer Bildungsarbeit sind:

Schon als Familienzentrum, Sprach-Kita und KitaPlus erfüllen wir ein weit größeres Aufgaben- und Verantwortungsspektrum als eine Kindertageseinrichtung ohne diese Zertifizierungen.
Im Speziellen befassen wir uns in unserer täglichen pädagogischen Arbeit auch mit den folgenden weiteren Aufgaben:

  • Projektarbeit
  • Medienerziehung
  • Sexualerziehung
  • alltagsintegrierte Sprachförderung
  • Kinderparlament / Partizipation

Beobachtungsverfahren

Tag für Tag kommen unsere kleinen Forscher voran – in Absprache mit den Eltern werden die Beobachtungen jedes Kindes in seiner Entwicklung schriftlich festgehalten und im halbjährlichen Rhytmus in einem Elterngespräch besprochen:
Folgende Verfahren unterstüzten uns bei der täglichen Beobachtung:

  • evta
  • DESK 3 – 6 (Dortmunder Entwicklungsscreening für den Kindergarten)
  • die Abenteuer der kleinen Hexe (Bewegung und Wahrnehmung beobachten, verstehen, beurteilen, fördern)
  • BaSiK (Begleitende alltagsintegrierte Sprachentwicklungsbeobachtung in Kindertageseinrichtungen U3 und Ü3)
  • Marte Meo

Alltagsintegrierte Sprachförderung

Sprache ist der Schlüssel zur Welt

1. Sprachförderung im Alltag

Alle Kinder unserer Einrichtung finden in den Alltag eingebettet vielfältige Anregungen, ihre sprachlichen Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Unterschiedlichste Gesprächsanlässe erweitern das Sprachverständnis, den Wortschatz und die Ausdrucksfähigkeit der Kinder. Sie lernen dabei zum einen in den täglichen Morgenkreisen durch Gesprächsrunden, Geschichten, Lieder, Reime und Sprachspiele. Wichtig sind aber auch die vielfältigen Gespräche, die das Kind im Laufe des Kindergartentages mit anderen Kindern oder der Erzieherin führt. Ein anregungsreiches Umfeld und gemeinsame Aktivitäten schaffen dabei vielfältigen Gesprächstoff.

2. „Bisc“ und „HLL“ – ein Angebot für die angehenden Schulkinder

Mitarbeiterinnen unserer Einrichtung sind in der Durchführung des Testverfahrens des „Bielefelder Screenings“ und des Förderprogramms „Hören, Lauschen, Lernen“ geschult. Dies ist ein Verfahren zur Früherkennung einer möglichen späteren Lese-Rechtschreib-Schwäche. Durch spielerische Aufgaben zur Sprach-, Aufmerksamkeits- und Gedächtnisentwicklung soll erkannt werden, ob das Kind in seiner phonologischen Bewusstheit altersgemäß entwickelt ist. Für die ermittelten Risikokinder startet im Halbjahr vor der Einschulung ein zwanzigwöchiges Förderprogramm, in dem täglich für 10 Minuten spielerisch die wichtigsten Vorläuferfunktionen für den späteren Schriftspracherwerb trainiert werden.

3. „BaSiK“

Mit BaSiK (Begleitende alltagsintegrierte Sprachentwicklungsbeobachtung in Kindertageseinrichtungen) steht uns ein Verfahren zur Verfügung, welches eine begleitende Beobachtung der kindlichen Sprachentwicklung in Kindertageseinrichtungen ermöglicht. Die Beobachtung erfolgt in authentischen handlungsrelevanten Situationen und hat das Ziel, den Sprachentwicklungsverlauf eines Kindes kontinuierlich zu dokumentieren. Dabei werden Sprachkompetenzen im weiteren wie im engeren Sinne einbezogen.
Bei den separaten Beobachtungsbögen werden Kinder unter 3 Jahren, über 3 Jahren und die Sprachentwicklung von mehrsprachig aufwachsenden Kindern berücksichtigt.

Mit Hilfe der Beobachtungsergebnisse können Maßnahmen zu einer alltagsintegrierten Sprachförderung, die natürliche Sprachanlässe des pädagogischen Alltags aufgreifen, abgeleitet werden.

Das Verfahren ist eines der Instrumente, die das Land Nordrhein-Westfalen zur Beobachtung der Sprachentwicklung von Kindern in Kindertageseinrichtungen empfiehlt.

Kinderparlament/Partizipation

Den Weg gemeinsam gehen

„Jedes Kind kann seine Idee äußern, dann muss man sehen wie sie von den anderen Kameraden aufgenommen wird. So fliegen die Ideen durch den Raum, werden zurück geschleudert, häufen sich an, erheben sich von Neuem, verschwinden einfach…bis dann endlich eine von ihnen entschieden die Oberhand gewinnt, in höchste Höhen fliegt und siegreich das ganze Parlament überzeugt“.
(L. Malaguzzi)

Partizipation und Beteiligung der Kinder

Kinder verbringen einen großen Teil ihres Tages in der Kindertagesstätte. Uns ist es wichtig, den Alltag und das Zusammenleben gemeinsam mit den Kindern zu gestalten.
Partizipation (= Teilhabe) basiert auf Demokratie – ihre drei Grundwerte sind: Freiheit, Gleichberechtigung, Solidarität

Partizipation ist ein wesentliches Element demokratischer Lebensweise und bedeutet für uns, Kinder in möglichst viele Entscheidungsprozesse, die ihre Person betreffen, einzubeziehen und sie an vielem, was das alltägliche Zusammenleben betrifft, zu beteiligen.

So können sie ihre Ideen im Morgenkreis einbringen, Feste und Veranstaltungen mitplanen, die Umgebung bzw. die Räume mitgestalten, Projekte und Lernwünsche äußern und an deren Umsetzung mitwirken. Sie lernen, demokratisch abzustimmen und Gesprächsleiter zu wählen.

Dies bedeutet aber nicht, dass Kinder alles dürfen! Es geht um das Recht der Kinder, ihre Meinung frei zu äußern und diese Meinung angemessen und entsprechend ihres Alters und ihrer Reife zu berücksichtigen. Partizipation findet ihre Grenzen dort, wo das körperliche und seelische Wohl des Kindes gefährdet wird.

Partizipation setzt eine gewisse Haltung der Erzieher/innen Kindern gegenüber voraus:

  • Wir sehen Kinder als kleine kompetente Menschen, die in der Lage sind, ihren Alltag eigenständig zu gestalten
  • Wir trauen Kindern etwas zu , nehmen sie ernst und begegnen Ihnen im Alltag mit Achtung, Respekt und Wertschätzung
  • Wir fordern die Kompetenzen der Kinder heraus
  • Wir ermutigen die Kinder ihre Bedürfnisse in Worte zu fassen
  • Wir lassen die Kinder Handlungsmöglichkeiten erproben/ nach eigenen Lösungen suchen und begleiten und unterstützen sie dabei
  • Wir nehmen Kinder ernst, gehen auf Vorschläge ein/ Ideen der Kinder ein

Indem Kinder ernst genommen werden, diskutieren, Entscheidungen treffen, Vorschläge machen, Kompromisse erarbeiten usw., lernen sie viel und machen zahlreiche Erfahrungen.

Sie werden angeregt, sich eine eigene Meinung zu bilden, Bedürfnisse in Worte zu fassen, Selbstbewusstsein zu stärken, Verantwortung zu tragen, zuzuhören und Toleranz gegenüber anderen zu üben und – auf diese Weise eine gute Gesprächs- und Streitkultur zu entwickeln.

Partizipation bedeutet auch Verbindlichkeit, die das gemeinsame Umsetzen von Beschlüssen beinhaltet.

Sowohl im Morgenkreis als auch im Kinderparlament werden unter anderem viele Pojektideen geboren.

Projektarbeit

Ein wichtiger Part in der Reggio-Pädagogik

Projektarbeit ist wie eine Busfahrt, –
bei der immer jemand ein- und aussteigen kann
Heidi Syassen

Projekte sind wichtig für Kinder, weil

  • sie sich die Welt dadurch handelnd aneignen können
  • sie neue Ideen entwickeln
  • sie lernen, Kompromisse zu finden
  • sie dadurch Erkenntnisse gewinnen und lernen
  • sie erkennen, dass Fehler Teil der Lösung sind
  • sie nicht auf fertige Lösungen angewiesen sind, sondern lernen, Probleme selbst zu lösen

Wie sich ein Projekt entwickelt:

Impuls oder Themenfindung

Beobachten: Wie gehen die Kinder mit diesem Impuls um –

was genau sagen sie dazu; wie greifen sie den Impuls auf? Projektarbeit ist in unserer Kita von großer Bedeutung. Unsere Projekte entwickeln sich auf unterschiedliche Weise. Sie basieren auf den Interessen der Kinder, konkreten Erlebnissen (Bauernhofbesuch, Geburt eines Geschwisterkindes, dem plötzlichen Regenschauer), mitgebrachten Gegenständen (ein Regenwurm, ein gefundener Stein,
Fragen (Wie wird man eine Hexe? In welchem Land ist Schokoloade gesund?)

Auch die Erzieherinnen bringen gerne Themen als Gegenstand eines Projektes ein, andere werden von außen an uns herangetragen – die Möglichkeiten sind vielfältig.

Austausch im Team/ Kleinteam

Fragen entwickeln, vielleicht ist ein weiterer Impuls wichtig…

Initialzündung

„Die Kinder sind in das Projekt oder in die Idee verliebt“.
Sie entwickeln viele Fragen und Antworten und wollen aktiv werden.

Die Dauer eines Projektes ist ganz unterschiedlich (von kurzen Momenten bis zu einem Jahr), die Teilnahme der Kinder ist freiwillig, so das die Teilnehmerzahl je nach Interesse variiert.

Gruppenfindung/Gruppenbildung

Die Kinder sagen, mit wem sie in einer Gruppe arbeiten möchten

Der Morgenkreis bietet eine sehr schöne Gelegenheit, um Projektideen zu sammeln, über sie zu entscheiden, Ergebnisse bzw. Zwischenergebnisse von Projekten vorzustellen und zu diskutieren. Dabei ermutigen wir die Kinder, selbst Antworten auf Ihre Fragen zu finden.

Immer nur einen Schritt nach dem anderen

Wir verfolgen die Richtung, die von den Kindern vorgegeben wird.

In den Projektarbeiten hinterlasssen die Kinder ihre Spuren. So geben die Projektdokumentationen einen Einblick in Arbeitsweisen, Denkbewegungen, Vorstellungen und Gefühlen von Kindern und ermöglichen ihnen ein Bewusstsein für die eigene Entwicklung.

Auswertung des Projekts

„Sprechende Wände halten alles fest…“

Mithilfe großflächiger Wanddokumentationen – unseren „sprechenden Wänden“ – werden Projekte in allen Phasen dargestellt, von der Planung über die Durchführung bis zu den Ergebnissen und der kritischen Auswertung.

Medienerziehung

Nach dem Bildungsgesetz NRW

gehört zu unserem Aufgabenbereich die Vermittlung von Medienkompetenz. Neben traditionellen Medien wie Büchern stellen wir Kindern ab 4 Jahren elektronische Medien (tablet) zur Verfügung.

Die Kinder können sich in Zweiergruppen, zeitlich auf 15. Minuten begrenzt und angeleitet von einer medienpädagogisch ausgebildeten Fachkraft selbsttätig mit dem Tablet auseinandersetzen.

Längst gehören elektronische Medien zum Alltagsgeschehen

und zur Lebensumwelt der Kinder, doch meist sind diese ihnen passiv ausgesetzt. Umso wichtiger ist es , Kindern den aktiven, kreativen und selbstwirksamen Umgang mit diesem Medium zu ermöglichen. Mit pädagogisch wertvollen und ausgewählten Programmen werden die Kinder auf ihrem Weg zur Medienkompetenz begleitet.

Sexualerziehung

Komm, wir spielen Doktor!

„Sexualität ist ein grundsätzlich menschliches Bedürfnis, das uns von Geburt an begleitet. Sie äußert sich in dem Wunsch nach körperlich-seelischer Lust, Wohlbefinden und Zärtlichkeit und zielt auf Erregung und Befriedigung ab. Sexualität ist auf kein bestimmtes Lebensalter begrenzt, sondern eine Lebensenergie, die den Menschen von der Geburt bis zum Tod begleitet.“
(Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung)

Für uns beginnt die sexuelle Entwicklung der Kinder mit ihrer Geburt. Die kindliche Sexualität unterscheidet sich grundsätzlich von der Sexualität Erwachsener.

Kindliche Sexualität ist spontan, frei und lebt im Moment. Sie zeichnet sich durch Neugier und Ausprobieren aus und beeinhaltet den Wunsch nach Geborgenheit, Nähe, Zuwendung und Körperkontakt.
In diesem Zusammenhang bedeutet Sexualerziehung nicht nur „Aufklärung“, sondern sie vermittelt Wissen über das Akzeptieren des eigenen Körpers, Partnerschaft, Rücksichtnahme, Zärtlichkeit, Selbstvertrauen und gleichberechtigter Umgang zwischen Mädchen und Jungen.

Schon ganz kleine Kinder machen mit ihrem Körper sinnliche Erfahrungen wie z.B. Daumenlutschen. Kinder äußern ihre Bedürfnisse spontan, unbefangen und voller Neugier, ohne sich der Tabus und Schamgrenzen der erwachsenen Welt bewusst zu sein.
Wir unterstützen positiv die kindliche Neugier durch den respektvollen Umgang mit „Doktorspielen“ sowie durch thematische und altersgerechte Bilderbücher und achten Rückzugsmöglichkeiten der Kinder.

Wichtig ist für uns, die Kinder im Blick zu haben, Situationen zu beobachten, einzuschätzen und entsprechend zu handeln. Insbesondere dann, wenn das kindliche Spiel nicht einvernehmlich geschieht oder erkennbar ist, dass nicht jedes Kind „Spaß an der Sache“ hat.

Wir haben im Team feste Regeln für uns entwickelt, wie und wann wir auf beobachtete Doktorspiele reagieren. Regeln und Absprachen werden mit den Kindern zusammen getroffen und unsere Grenzen vermittelt.


Zukunft gelingt gemeinsam